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03:23 21 September 2019
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    Eine Antares-Rakete des US-Unternehmens Orbital Sciences Corp.

    Russland verhandelt über Zusatzlieferung von Raketentriebwerken an USA

    © NASA . Joel Kowsky
    Wirtschaft
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    Der russische Raketenbauer “Energija” erörtert derzeit mit dem US-Unternehmen United Launch Alliance den Abschluss eines Vertrags über die Lieferung von weiteren 30 Raketentriebwerken vom Typ RD-180, wie der Chef der Korporation, Wladimir Solnzew, am Freitag in Moskau sagte.

    „Wir besprechen jetzt einen Vertrag über eine Zusatzlieferung von Raketentriebwerken. Es geht um mindestens weitere 30 Triebwerke“, so Solnzew am Freitag in einem Live-Interview für den Fernsehsender „Rossija“.

    Dem „Energija“-Chef zufolge ist der amerikanische Auftraggeber darum bemüht, die genannten Triebwerke möglichst bald zu erhalten, um „Gewissheit über das Schicksal der Atlas-5-Trägerrakete zu haben“.

    Laut Solnzew soll sein Unternehmen bis zum Jahr 2018 noch 24 Triebwerke aus einem früheren Vertrag an die USA liefern. „Der diesbezügliche Vertrag wird selbstverständlich erfüllt“, so der „Energija“-Chef.

    Das Unternehmen hatte kurz zuvor einen Vertrag mit einem anderen US-Unternehmen, Orbital Sciences Corp. (OSC), geschlossen, der die Lieferung von 60 Raketentriebwerken des Typs RD-181 im Gesamtwert von rund einer Milliarde US-Dollar vorsieht.

    Nach Experteneinschätzung zeugt der Deal davon, dass die USA Russland als einen zuverlässigen Partner betrachten und Vertrauen in russische Technologien haben.

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    Tags:
    Orbital Sciences Corp. (OSC), Energija, Wladimir Solnzew, USA, Russland