00:42 30 März 2020
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    Krisenstimmung in Russlands Wirtschaft (146)
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    Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) hat ihre BIP-Prognose für Russland nach unten korrigiert und erwartet nun, dass Russlands Wirtschaftsleistung 2015 um 4,8 Prozent schrumpft. Im September waren es minus 0,2 Prozent gewesen.

    „Die Senkung des Öl-Preises um die Hälfte sorgte zusätzlich für Probleme bei Russland, dessen Wirtschaftswachstum sich vor dem Hintergrund einer allgemeinen Unsicherheit und schwacher Zuversicht der Anleger nach der Sanktionsverhängung im Jahr 2014 verlangsamt hat“, so die Entwicklungsbank.

    Der Einbruch der Ölpreise mache Druck auch auf die Energielieferanten und Emerging Markets, die wirtschaftlich eng mit Russland verflochten seien.

    Die Entwicklungsbank reduzierte auch ihre Prognose für die Ukraine: 2015 soll ihr BIP um fünf Prozent zurückgehen. Im September hatte die Bank noch eine Senkung um zwei Prozent erwartet.

    Der EBRD-Chefökonom Hans Peter Lankes verweist darauf, dass die jüngste Prognose durch bedeutende Risiken, darunter einen weiteren Ölpreis-Verfall,  mögliche Verschlechterung der Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine sowie zunehmende Unsicherheit in der Euro-Zone, bedroht sei.

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    Erdöl, Russland, Ukraine