00:51 01 Oktober 2020
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    Russlands Antwort auf Sanktionen des Westens (174)
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    Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner will bei der Internationalen Grünen Woche in Berlin mit dem russischen Botschafter zusammenkommen, um „den Boden für die Zeit nach den Sanktionen“ zu bereiten, berichtet die „Passauer Neue Presse“.

    Bayern produziert nach seinen Worten mehr Agrarprodukte als es konsumiert. "Deshalb ist es für uns so wichtig, neue Märkte zu erschließen, etwa in aufstrebenden Schwellenländern“, sagte Brunner der Zeitung.

    „Aber genauso wichtig ist es, bestehende Märkte zu halten und möglichst auszubauen. Und deshalb tut uns auch der russische Importstopp für europäische Agrarprodukte wie Milch oder Fleisch weh."

    Eine dauerhafte Fortsetzung des Embargos liege weder im bayerischen Interesse noch im Interesse Russlands. Deshalb treffe er sich am Rande der Grünen Woche in Berlin mit dem russischen Botschafter Wladimir Grinin.

    Er habe die Grüne Woche ganz bewusst auch für eine Kontaktaufnahme mit Russland genutzt, so Brunner. „Bayern ist im Agrar- und Ernährungsbereich auf den Export angewiesen", betonte er.

    "Das Gespräch soll den Boden bereiten für die Zeit nach den Sanktionen. Ich möchte ausloten, in welchen Bereichen wir künftig wieder verstärkt Handelsbeziehungen aufnehmen können. Gerade für unsere Molkereien, Käsereien und Schlachtunternehmen, aber auch für unsere Tierzüchter ist Russland ein sehr interessanter und vielversprechender Markt", so der Landwirtschaftsminister.

    Wegen Russlands Haltung in der Ukraine-Krise hatten die USA und die Europäische Union in vier Etappen politische und wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland verhängt. Russland konterte mit einem Einfuhrverbot für eine ganze Reihe von Lebensmitteln.

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    Grüne Woche, Wladimir Grinin, Bayern