22:17 05 Juli 2020
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    Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, hält die Schaffung einer Freihandelszone mit Russland für möglich. Verhandlungen darüber könnten nach Beendigung des Ukraine-Konflikts aufgenommen werden, sagte Gabriel am Donnerstag beim Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos.

    Ein nächster Schritt der EU solle nach seiner Ansicht die Idee einer Partnerschaft mit Russland sein. Aber zuerst sollten alle laufenden Probleme in der Ukraine auf der Grundlage des Minsker Protokolls gelöst werden, denn zu diesem Protokoll gebe es keine Alternativen, sagte Gabriel.

    „Die Wirtschaft Russlands schrumpft nicht allein wegen der Sanktionen“, fügte Finnlands Regierungschef Alexander Stubb hinzu. „Die russische Wirtschaft ist jetzt in freiem Fall, weil notwendige Reformen nach Beendigung des Kalten Krieges ausblieben.“ Er finde Gespräche über eine Lockerung der gegen Russland verhängten Sanktionen derzeit als „absolut unannehmbar“.

    Ihm stimmte die lettische Regierungschefin Laimdota Straujuma zu. Sie zweifelte daran, dass die im März auslaufenden Sanktionen nicht verlängert werden.

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    Tags:
    Weltwirtschaftsforum 2015, Alexander Stubb, Sigmar Gabriel, Russland