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    Jamal-LNG

    Jamal-LNG wird rund drei Millionen Tonnen Flüssiggas nach Südostasien liefern

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    Jamal-LNG – Betreiber eines großen Gasprojekts auf der russischen Halbinsel Jamal – wird im Auftrag des Gasmonopolisten Gazprom 2,9 Millionen Tonnen verflüssigtes Erdgas im Laufe von 20 Jahren in die asiatisch-pazifische Region Liefern. Das teilte Jamal-LNG in Moskau mit.

    Ein entsprechender Vertrag sei von Jamal-LNG-Tochter Yamal Trade und Gazprom-Handelstochter Gazprom Marketing & Trading Singapore unterzeichnet worden. Die meisten LNG-Mengen gingen an Indien. Der Gaspreis werde an den Ölpreis gebunden sein, hieß es.

    Das Projekt Jamal-LNG hat zum Ziel, das Gasfeld Juschno-Tambejskoje auf der Halbinsel Jamal im Norden Westsibiriens zu erschließen und ein LNG-Werk mit einer Jahresleistung von 16,5 Millionen Tonnen vor Ort zu bauen. Geplant sind drei Verflüssigungsanlagen mit einer Leistung von je 5,5 Millionen Tonnen, die erste davon wird voraussichtlich 2017 in Betrieb gehen. Vorgesehen ist auch der Bau eines Seehafens in der Siedlung Sabetta auf Jamal sowie von eisgängigen Tankschiffen.

    Das Projekt wird von Russlands größtem privatem Gaskonzern NOVATEK in Kooperation mit der französischen Total und der chinesischen CNPC realisiert. Total hatte 2011 für 425 Millionen Dollar 20 Prozent der Anteile an dem Projekt übernommen. Bislang legten die Partner 2,6 Milliarden Dollar in das Vorhaben an. Im September 2013 stieg auch der chinesische Energiegigant CNPC mit 20 Prozent der Anteile ein.

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    Tags:
    Gazprom, NOVATEK, Jamal