19:36 28 Oktober 2020
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    Die Entscheidung der Ratingagentur Standard&Poor’s (S&P), die die Bonität Russlands auf das Ramschniveau „BB+“ mit negativem Ausblick herabgestuft hat, wird laut Finanzminister Anton Siluanow keine bedeutenden Auswirkungen auf den russischen Kapitalmarkt haben.

    Die Entscheidung von S&P werde keine ernstzunehmenden Folgen haben, denn das Risiko einer Bonitätsherabstufung sei schon in den Aktienkursen enthalten, sagte der Minister am Dienstag in Moskau. Auch für den inländischen Schuldenmarkt dürfte es keine Folgen geben, denn die S&P-Note für Russlands Verbindlichkeiten in der Nationalwährung laute weiter "ВВВ-".

    Siluanow mutmaßte, dass die Agentur S&P nicht über den Antikrisenplan der Regierung in Moskau informiert war, als sie die Bonität Russlands herabstufte. „Die Regierung reagiert auf die Situation“, sagte der Minister. „Als die Agentur über die Herabstufung der Bonität entschied, wusste sie möglicherweise nichts von den Antikrisen-Maßnahmen der Regierung.“

    Das russische Finanzministerium werde weiter mit S&P  und anderen internationalen Ratingagenturen zusammenarbeiten und hoffe mittelfristig auf eine Verbesserung der Bonitätsnoten, sagte Siluanow. Russland wolle beweisen, dass die jüngste S&P-Note zu pessimistisch sei. „Dafür werde die Regierung eine verantwortungsvolle makroökonomische Politik betreiben, die Fähigkeit zeigen, sich schnell an die niedrigen Ölpreise anzupassen, aber auch die Finanzreserven beibehalten und mittelfristig einen ausgeglichenen Haushalt erreichen.“

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    Tags:
    Ratingagentur Standard & Poor’s, Anton Siluanow, Russland