03:54 29 Januar 2020
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    Wegen des Verfalls des russischen Rubels und der Festigung des Schweizer Frankens will die Raiffeisen Bank International (RBI) nach eigenen Angaben ihre risikogewichteten Aktiva um 20 Prozent verringern.

    „Für eine Vergrößerung des Pufferkapitals ist geplant, die risikogewichteten Aktiva um mindestens 20 Prozent zu verringern. RBI wird sich dabei auf strategisch aktuelle und gewinnmäßig stabile Geschäftsrichtungen konzentrieren“, heißt es in einer Pressemitteilung der Bank.

    Wie die Zeitung „Financial Times“ dazu schreibt, ist Russland eine der größten Gewinnquellen für RBI. Der neuerliche Kurssturz der russischen Währung hat jedoch Befürchtungen bei Investoren geweckt. Auch die Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank, die festgelegte Mindestgrenze von 1,2 Franken für einen Euro abzubauen, hat laut der Zeitung für Unruhe gesorgt.

    Nach Meinung von Investoren werden die europäischen Verbraucher, die Kredite in Franken aufgenommen haben, Probleme mit der Schuldenrückzahlung haben.

    Wie der RBI-Vorstandsvorsitzende Karl Sevelda in der Vorwoche sagte, wird das Unternehmen trotz der jetzigen Krisensituation in Russland seine russische Tochter Raiffeisenbank nicht verkaufen. Die Raiffeisenbank habe im Jahr 2014 einen Reingewinn von mehr als 300 Millionen Euro erzielt und sei weiterhin eine der einträglichsten Aktiva der Gruppe, so Sevelda.

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    Tags:
    Raiffeisenbank, RBI, Russland