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    Regelung der Krise in der Ukraine (2436)
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    Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko hat den Chefideologen der polnischen „Schock-Therapie“ in der Wirtschaft, Leszek Balcerowicz, zur Teilnahme an Reformen in der Ukraine eingeladen, wie der Pressedienst des ukrainischen Staatschefs nach einem Treffen zwischen beiden Politikern in Kiew mitteilte.

    Balcerowicz hatte seinerzeit die Ämter des Vizepremiers, des Finanzministers und des Chefs der Nationalbank Polens bekleidet.

    Wie Poroschenko betonte, gibt Polen ein Musterbeispiel für erfolgreiche Wirtschaftsreformen. Die Ukraine sei bei ihren Reformen daran interessiert, polnische Erfahrungen zu nutzen, unter anderem bei der Reform der örtlichen Selbstverwaltung.

    Für die Stabilisierung ihrer Wirtschaft brauche die Ukraine jetzt internationale Unterstützung, so der Präsident. „Heute haben wir eine Regierung mit hohem Potential, eine überaus sachkundige und proeuropäisch eingestellte“, sagte er. „Wir haben eine einmalige Möglichkeit, Reformen im Lande durchzusetzen.“

    Wie Balcerowicz seinerseits betonte, ist es für die Ukraine momentan äußerst wichtig, Treue zum Reformkurs zu zeigen. Besondere Aufmerksamkeit müsse dabei der Frage der Haushaltsreform gewidmet werden. Man müsse auf jegliche Subventionen verzichten, zugleich aber die besonders gefährdeten Bevölkerungsschichten schützen. Wie er sagte, konnte das Haushaltsdefizit in Polen unter anderem durch eine Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre und die entsprechende Verringerung der Ausgaben für die Renten verringert werden.

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    Petro Poroschenko, Leszek Balcerowicz, Kiew, Ukraine, Polen