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16:13 14 Oktober 2019
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    Grichiche Fahne Im Hintergrund von Akropolis in Athen

    Finanzexperte: Russischer Hilfskredit für Griechenland ist nicht auszuschließen

    © AP Photo / Petros Giannakouris
    Wirtschaft
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    Griechenland will die Mehrzahl der Reformen einhalten, aber es sind auch neue Wege in der Krisenbekämpfung und eine Finanzierung durch Russland möglich , erklärt Folker Hellmeyer. Sputniknews-Korrespondent Bolle Selke hat den Chefanalyst der Bremer Landesbank interviewt.

    Die Europäische Zentralbank (EZB) übt heftigen Druck auf Griechenland aus. Unter diesen Umständen reist nun der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis durch Europa, um für die Pläne seiner Regierung zu werben. Die gemeinsame Pressekonferenz von Varoufakis und Finanzminister  Wolfgang Schäuble in Berlin hat allerdings für Hellmeyer keine wirklich neuen Erkenntnisse gebracht.

    „Man wird sich seitens der EU, seitens der Troika und auch seitens der EZB nicht erpressen lassen. Die Druckmittel sind ja jetzt mittlerweile über die EZB hochgefahren worden. Ich denke, dass wir von daher jetzt einen Status Quo haben, dass die martialischen Töne, die die Regierung zunächst von sich gegeben hat in Richtung Troika, in Richtung EU, in Richtung EZB einer sachlichen Arbeitsebene weichen. Das ist gut."

    Die Rolle der EZB steht für Hellmeyer ganz klar fest: „Ich bin der Meinung die EZB macht keine aktive Politik hier —da wiederspreche ich den aktuellen Medienreports —, sondern sie hält sich nur exakt an das Skript, dass ihr als neutrale politische Partei vorgegeben ist." Ob allerdings Griechenland diese starre Rolle akzeptiere oder aber bei einer drohenden Pleite doch andere Finanzierungsmöglichkeiten suche, das weiß Hellmeyer nicht. "Ich kann mir mit dreißigprozentiger Wahrscheinlichkeit vorstellen, dass es einen russischen Hilfskredit für Griechenland gibt. Es gibt, historisch gesehen, immer schon eine enge politische Verbindung zwischen Athen und Moskau. Dann hätte sicherlich Russland ein Ass im Ärmel hinsichtlich der zukünftigen EU-Politik, denn eine Staatspleite setzt ja nicht gleichzeitig voraus, dass man die Eurozone, oder die EU verlässt.

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    Tags:
    Europäische Zentralbank (EZB), Folker Hellmeyer, Wolfgang Schäuble, Russland, Griechenland