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10:08 14 Oktober 2019
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    Russischer Botschafter in den USA Sergej Kisljak

    US-Unternehmen geben Engagement in Russland nicht auf – russischer Botschafter

    © Flickr/ The U.S.-Russia Business Council
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    Krisenstimmung in Russlands Wirtschaft (146)
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    Moskau registriert kein Nachlassen des Interesses von US-Unternehmen an der Zusammenarbeit mit Russland, denn kein US-Unternehmen plant den Abbau seiner Projekte oder die Herausführung seiner Aktiva aus Russland, wie der russischer Botschafter in den USA, Sergej Kisljak, am Dienstag in einem Interview für RIA Novosti sagte.

    „Komplizierte Erscheinungen in der Wirtschaft Russlands rufen gewisse Schwierigkeiten für die Unternehmer, darunter die ausländischen, hervor und etliche Projekte oder Zusatzinvestitionen können daher verschoben werden“, so der Diplomat.

    „Dabei wollen die Unternehmen nicht den Markt verlassen. Besonders jetzt, da ein großer eurasischer Markt, der bereits mehr als 170 Millionen Menschen vereint, dank der Eurasischen Wirtschaftsunion entsteht“, so der Diplomat.

    Es gebe allerdings Ausnahmen, „die von den US-amerikanischen Sanktionen diktiert sind“, so beispielsweise im Bereich der Erschließung der Erdölressourcen Russlands. „Das ist aber nicht die Wahl der US-Geschäftsleute, zumal sie dabei potentiell bedeutende und lukrative Projekte zur Partnerschaft mit den Russen verlieren“, so Kisljak.

    Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen haben sich nach dem Staatsstreich am 22. Februar in Kiew dramatisch verschlechtert. Ende Juli 2014 gingen die EU und die USA von Einzelsanktionen gegen Privatpersonen und Unternehmen zu Strafmaßnahmen gegen ganze Sektoren der russischen Wirtschaft über. Als Antwortschritt verhängte Russland ein Einfuhrverbot für eine ganze Reihe von Lebensmittelarten aus den USA, den EU-Ländern, Kanada, Australien und Norwegen.

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    Sanktionen, EU, Sergej Kisljak, USA