06:03 26 Oktober 2020
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    Russland und Ägypten haben sich beim Besuch des russischen Staatschefs Wladimir Putin in Kairo auf eine Freihandelszone und einen AKW-Bau geeinigt. Der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi nahm in einem Gespräch mit Dmitri Kisseljow, Generaldirektor der Medienholding Rossiya Segodnya, zu Perspektiven der Kooperation beider Staaten Stellung.

    Zum Auftakt des Interviews sagte al-Sisi, dass das ägyptische Volk Russland und seine Haltung sehr schätze. „Ich begrüße das russische Volk und bedanke mich bei Präsident Putin“, sagte er. Die aktuelle Politik Ägyptens fuße auf der Offenheit gegenüber der Welt, auf Mäßigkeit und Konsens, sagte al-Sisi. Sein Land strebe nach Einvernehmen und festen Beziehungen zu anderen Staaten und sei gegen eine Polarisierung der Welt. „Wir respektieren die Interessen anderer und möchten, dass auch andere unsere Interessen respektieren.“

    Auf die geplante Erweiterung des Suezkanals, einer der wichtigsten Handelsstraßen der Welt, angesprochen, antwortete al-Sisi, dass das vor drei Jahren konzipierte Bauprojekt noch 2015 abgeschlossen werden solle. Durch den neuen Kanal würden gleichzeitig acht Schiffe im Konvoi fahren können und dafür acht statt heute elf Stunden benötigen. Schiffskonvois würden ohne Halt fahren, ohne auf den Gegenverkehr warten zu müssen, sagte al-Sisi. Vom Projekt verspricht er sich kräftige Impulse für den Handel zwischen Europa und Asien.

    Der ägyptische Präsident lud russische Investoren in sein Land ein. „Alle werden die Möglichkeit für Investition haben. Denn das Investitionsklima und die Genehmigungsverfahren werden unbürokratisch und korruptionsfrei sein.“ Al-Sisi kündigte den Bau eines Getreidelagers in der Hafenstadt Port Said an. In Port Said am Mittelmeer könnte eine „Logistikregion“ entstehen, um russisches Getreide weltweit zu liefern. Auf den Bau des ersten ägyptischen AKW eingehend, sagte al-Sisi: „Wir hoffen, dass unsere russischen Freunde beim Bau dieses Kraftwerkes helfen werden wie dies bereits in den 1950ern und 1950ern (Bau von Industrieanlagen durch sowjetische – Red.) der Fall war.“ Auf den Syrien-Krieg angesprochen, warnte al-Sisi vor Sicherheitsrisiken für den ganzen Nahen Osten. „In Syrien gibt es eine große Zahl von terroristischen und extremistischen Elementen“, sagte er. Wenn man jetzt die Kontrolle verliere, könnten der Terrorismus und Extremismus über die Grenzen Syriens hinausgehen.

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    Tags:
    Rossiya Segodnya, Wladimir Putin, Abdel Fattah al-Sisi, Dmitri Kisseljow, Russland, Ägypten