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    Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk will die Gaslieferungen aus Russland „auf null“ reduzieren. „Wir haben bewiesen, dass wir imstande sind, die Abhängigkeit vom russischen Gas loszuwerden“, wird Jazenjuk auf der Internetseite der ukrainischen Regierung zitiert. „Ich will dies auf null reduzieren.“

    Der Anteil der Erdgasbezüge aus Russland sei von 95 Prozent im Jahr 2013 auf 35 Prozent im Jahr 2014 gesunken, betonte er.

    Zuvor hatte der ukrainische Gasversorger Ukrtransgaz mitgeteilt, die Ukraine habe im vergangenen Jahr 5,1 Milliarden Kubikmeter Gas aus Europa bezogen – 59 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zunahme erfolgte durch eine Umkehrung der Gasströme aus der Slowakei zurück in die Ukraine, wobei die Gasrücklieferungen bei 3,6 Milliarden Kubikmeter lagen. Aus Polen und Ungarn wurden 0,9 bzw. 0,6 Milliarden Kubikmeter im Reverse-Flow-Modus geliefert.

    Der Gasimport aus Russland schrumpfte dabei rund um die Hälfte auf 14,5 Milliarden Kubikmeter.

    Wegen unbezahlter Rechnungen hatte Russland 2014 seine Gaslieferungen an die Ukraine für rund sechs Monate ausgesetzt. Am 16. Juni stellte der russische Energiekonzern Gazprom den ukrainischen Abnehmer Naftogaz auf Vorkasse um. Die Lieferungen wurden erst am 9. Dezember wiederaufgenommen. Dem waren lange Verhandlungen unter Teilnahme der EU-Kommission vorausgegangen, wonach das ukrainische Unternehmen einen Teil seiner Schulden beglichen und die Vorauszahlungen aufgenommen hatte.

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    Tags:
    Gazprom, Ukrtransgaz, Arsseni Jazenjuk, Russland, Ukraine