11:32 03 August 2020
SNA Radio
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    Bau der South-Stream-Pipeline (209)
    0 2013
    Abonnieren

    Russland wird ein großer Energielieferant für die EU-Länder bleiben, aber die EU will die Lieferungen diversifizieren, erklärte der EU-Kommissar für Klimaschutz und Energie, Miguel Arias Cañete.

    „Russland wird ein EU-Partner bleiben, es wird ein großer Lieferant für die EU bleiben, wir wollen jetzt bessere Beziehungen zu Russland haben, aber wir wollen auch unsere Gaslieferanten diversifizieren“, sagte Cañete vor Journalisten.

    Nach dem Stopp von South Stream sollte man ihm zufolge den Südkorridor vorantreiben, Gasverträge mit Aserbaidschan und künftig möglicherweise auch mit Turkmenistan schließen sowie diverse Lieferanten in Betracht ziehen, um die Sicherheit der Lieferungen an die EU zu garantieren. Außerdem werde die Eurokommission eine zusätzliche Strategie in Bezug auf Flüssigerdgas erarbeiten, um die zusätzliche Sicherheit der Lieferungen zu gewähren.

    Der EU-Kommissar für die Energieunion, Maroš Šefčovič, hat seinerseits darauf verwiesen, dass beim Treffen mit den osteuropäischen Ländern in Sofia beschlossen wurde, ein Netzwerk von Gasleitungen zu entwickeln, damit jedes dieser Länder Gas aus drei Quellen beziehen kann.

    „Dazu muss man die Möglichkeiten eines Gasbezuges aus verschiedenen Teilen der Welt entwickeln. Ich war vor ein paar Tagen in Baku. Dieses weltgrößte Bauprojekt mit Investitionen von mehr als 45 Milliarden US-Dollar wird sehr gut vorangetrieben. Die Vertreter Aserbaidschans, der Türkei und anderer Länder, durch die diese Gasleitung verläuft, sprechen ganz klar von den Zielen – sie wollen bis 2019-2020 Gas an die europäischen Grenzen liefern“, äußerte Šefčovič. Nach seinen Worten kann diese Region Gas aus anderen Ländern beziehen.

    „Hoffen wir auf einen diplomatischen Durchbruch bei den Verhandlungen mit dem Iran und auf eine Stabilisierung im Irak“, erklärte der EU-Kommissar für die Energieunion.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren
    Themen:
    Bau der South-Stream-Pipeline (209)

    Zum Thema:

    Gasversorgung: EU-Parlament begrüßt Stopp von Pipelineprojekt South Stream
    Plewneliew: Bulgarien hat immer noch Hoffnung auf „South Stream“
    Gazprom: Bau von Türkischem Strom dauert länger als von South Stream
    South Stream adé: EU-Kommission ruft zu Suche nach Alternativen auf
    Tags:
    South Stream, EU, Miguel Arias Cañete, Maroš Šefčovič, Russland, Baku, Turkmenistan, Aserbaidschan, Türkei, Iran, Irak