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    Aufhebung des Importstopps bei Investitionen in Verarbeitung denkbar – Kreml

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    Russland könnte laut dem Kreml-Sprecher Dmitri Peskow die Importe landwirtschaftlicher Rohstoffe wiederaufnehmen, wenn westliche Unternehmen in Verarbeitungskapazitäten in Russland anlegen würden. Damit nahm er Stellung zu der Bitte Athens, Obstimporte aus Griechenland zu genehmigen.

    Zuvor hatte die griechische Regierung Russland gebeten, für einige landwirtschaftliche Produkte die im Sommer 2014 verhängten Einfuhrsperren aufzuheben. Es handelte sich dabei um Erdbeeren, Apfelsinen und Pfirsiche.

    „Es gibt ziemlich klare Regeln der Welthandelsorganisation (WTO)“, erklärte Peskow in einem Gespräch mit der Zeitung „Iswestija“ (Montagausgabe).

    „Als WTO-Mitglied kann Russland nicht selektiv vorgehen: Man darf nicht Sanktionen gegen die Europäische Union verhängen und eines der Länder von diesen Strafmaßnahmen wahlweise befreien.“

    In diesem Fall könnte man ein Schema entwickeln, bei dem es sich nicht um direkte Lieferungen, sondern um die Einfuhr landwirtschaftlicher Rohstoffe handeln würde – allerdings „bei Investitionen hier in Russland in Verarbeitungsbetriebe“.

    Peskow erinnerte daran, dass Präsident Putin im Februar bei einem Arbeitsbesuch in Budapest erklärt hatte, dass Russland im Agrar-Industrie-Komplex mit Ungarn zusammenarbeiten könnte – trotz der Sanktionen.

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    Tags:
    Obst, Import, Sanktionen, WTO, Wladimir Putin, Dmitri Peskow, Russland, Griechenland