17:14 22 November 2019
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    Nabucco-Gasleitung

    Bulgarien will Pipelineprojekt Nabucco reanimieren und zu Gastransit-Land werden

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    Wirtschaft
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    Bulgarien will das Projekt der Gaspipeline Nabucco reanimieren lassen und zu einem Transitland für Gas aus Aserbaidschan werden. Das erklärte Bulgariens Regierungschef Boiko Borissow am Mittwoch nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP.

    Nach Verhandlungen mit Aserbaidschans Präsident Ilcham Alijew teilte Borissow mit, Sofia möchte wenigstens den westlichen Teil der Nabucco-Pipeline reanimieren, der von der geplanten Transanatolischen Pipeline (TANAP) Richtung Bulgarien verlegt werden soll. Die TANAP-Leitung mit einer Durchsatzkapazität von rund 16 Milliarden Kubikmeter pro Jahr soll durch die Türkei verlaufen und die geplante Trans-Adria-Pipeline (TAP) über die Südkaukasus-Pipeline mit dem Gasfeld Schah Denis in Aserbaidschan verbinden.

    „Unter den gegenwärtigen Bedingungen sind Chancen vorhanden, dass aserbaidschanisches Gas via bulgarisches Territorium an benachbarte Länder weiter geleitet wird“, fuhr Borissow fort. Er plane diesbezügliche Verhandlungen mit der EU-Kommission, sagte der Regierungschef.

    Russland hatte Anfang Dezember 2014 das Projekt South Stream zur Versorgung Europas wegen der destruktiven Position der EU gestoppt. Statt dessen will Russland eine Pipeline in die Türkei – Türkischer Strom – verlegen und an der türkisch-griechischen Grenze einen Gashub bauen, von dem südeuropäische Länder versorgt werden.

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    Tags:
    Türkischer Strom, Nabucco, South Stream, EU, Ilcham Alijew, Aserbaidschan, Bulgarien