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21:00 18 Oktober 2019
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    Heute in Russland investieren? Risikoexpertin: „Jede Krise ist eines Tages vorbei“

    © AP Photo / Hasan Jamali
    Wirtschaft
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    Sinkende Ölpreise und Sanktionen gegen Russland verderben den Investoren das Geschäft. Dennoch sieht die Expertin für Risikomanagement Silja-Leena Stawikowski von Aon Risk Solution keinen Grund zur Sorge: „Ein Investment in ein Land wie Russland oder auch in andere Märkte ist immer ein langjähriger Prozess.“

    Verbraucher freuen sich über sinkende Ölpreise. Doch Unternehmen kommen mit Preisschwankungen nicht klar. Länder die ihren Haushalt mit dem Verkauf eines Rohstoffes finanzieren, geraten eben in die Bredouille. Das betrifft alle Länder und ist kein russisches Phänomen, betonte Stawikowski.

    Trotz der Ukraine-Krise halten deutsche Unternehmen Russland noch die Treue. Investment sind langfristige Geschäfte, so die Expertin. Bis die Firmen Gewinne einfahren, vergehen Jahre. Daher versuchen deutsche und europäische Investoren, auch in der Krise ihre Marktanteile zu halten. „Jeder hofft natürlich, dass diese Lage sich irgendwann normalisieren und stabilisieren wird. Dazu braucht es beide Parteien — den Westen und Russland.“ Krisen habe es immer wieder mal gegeben und könne es auch in Zukunft geben.

    Vom billigen Öl sind vor allem der Iran, der Irak, Libyen und Russland betroffen. Alles Länder mit denen die USA Probleme hat. Allein über den Ölpreis politische Veränderung zu bewirken, ist aber nach Ansicht der Risikobewerter unrealistisch, fügte die Analystin hinzu.

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    Tags:
    Sanktionen, Erdöl, USA, Russland, Ukraine, Libyen, Irak