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22:16 20 September 2019
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    Atomkraftwerks Paks

    Budapest dementiert: Keine Blockade des russisch-ungarischen Atomgeschäfts durch EU

    © East News / Photoshot/REPORTER/Attila Volgyi
    Wirtschaft
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    Budapest dementiert Berichte, wonach die EU das Abkommen zwischen Ungarn und Russland über einen Ausbau des ungarischen Atomkraftwerks Paks blockiert hat, berichtet AFP am Freitag unter Berufung auf Staatssekretär Zoltán Kovács.

    Die britische Wirtschaftszeitung „Financial Times“ hatte zuvor berichtet, dass die EU-Kommission den zwölf Milliarden Euro schweren Energie-Deal zwischen Moskau und Budapest blockiert haben soll. Diese Entscheidung hätten die 28 EU-Kommissare bei ihrem Treffen diese Woche in Brüssel getroffen.

    „Es stimmt nicht, dass die EU den Bau von Paks II blockiert hat“, sagte Kovács der ungarischen Nachrichtenagentur MIT. Er forderte von der Zeitung ein Dementi.

    Wie die Agentur Bloomberg unter Hinweis auf ungarische Medien berichtet hatte, gab der ungarische Vertreter in der EU-Kommission Tibor Navracsics an, dass die EU-Kommission vergangene Woche den Vorschlag der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom) akzeptiert hatte, den Atom-Deal mit Russland zu stoppen.

    Eine offizielle Bestätigung seitens der EU gibt es vorerst nicht.

    Paks ist das einzige Atomkraftwerk in Ungarn. Im Betrieb sind vier Druckwasserreaktoren vom Typ WWER-440. Die erste Anlage wurde 1982 in Betrieb genommen. Auf Atomstrom in Ungarn entfallen zurzeit rund 50 Prozent der gesamten Elektrizität im Land.

    Ein Vertrag über den Bau des 5. und des 6. Reaktors in Paks wurde Ende 2014 unterzeichnet. Laut der Vereinbarung wird Russland Ungarn einen Kredit über rund zehn Milliarden Euro für die Realisierung des Projekts gewähren.

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    Tags:
    Atomenergie, Atomkraftwerk Paks, EURATOM, EU-Kommission, EU, Tibor Navracsics, Zoltán Kovács, Ungarn, Russland