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11:40 13 November 2019
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    Der russische Ölkonzern LUKoil

    LUKoil tritt Anteil an NNK-Konsortium für 130 Millionen Euro an Rosneft ab

    © AFP 2019 / NIKOLAY DOYCHINOV
    Wirtschaft
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    Der russische Ölkonzern LUKoil hat seine 20-prozentige Beteiligung am Nationalen Ölkonsortium NNK für 8,424 Milliarden Rubel (129,659 Millionen Euro) an Russlands größten Ölförderer Rosneft abgetreten. Das geht aus dem jüngsten Quartalsbericht von LUKoil hervor.

    Der Deal sei bereits im vergangenen Dezember ausgehandelt worden, hieß es. Mit der Übernahme des Pakets stockte der Rosneft-Konzern seinen Anteil an dem im Oktober 2008 zur Erschließung des venezolanischen Ölfeldes Junin-6 gegründeten NNK-Konsortium auf 80 Prozent auf. Die restlichen 20 Prozent werden von Gazprom-Tochter Gazprom Neft gehalten.

    Das Feld Junin-6 wird vom russisch-venezolanischen Gemeinschaftsunternehmen PetroMiranda erschlossen, an dem der staatliche venezolanische Energieversorger PdVSA zu 60 Prozent beteiligt ist. Die restlichen 40 Prozent sind im Besitz des NNK-Konsortiums. Der Investitionsbedarf des auf 25 Jahre angelegten Projekts wird auf 20 Milliarden US-Dollar geschätzt. Beide Staaten hatten ein Jahr lang verhandelt, bevor am 10. März 2010 ein Abkommen unterzeichnet wurde.

    Ursprünglich waren neben Rosneft, LUKoil und Gazprom Neft auch die Konzerne Surgutneftegaz und TNK-BP zu gleichen Anteilen am NNK-Konsortium beteiligt gewesen. Jedes Unternehmen entrichtete zum Konsortium einen Beitrag von 200 Millionen US-Dollar.

    Die erkundeten Reserven des im Delta des Orinoco-Flusses liegenden Ölfeldes Junin-6 betragen 52,6 Milliarden Barrel (je 159 Liter). Die gesamten Ölreserven in Venezuela belaufen sich nach Expertenschätzung auf 211,17 Milliarden Barrel Öl. Erstes Öl auf dem Junin-Feld wurde Ende September 2012 gewonnen.

    „LUKoil setzt derzeit mehrere strategisch wichtige Projekte in Russland und im Ausland um“, hatte Konzernchef Wagit Alekperow bei der Unterzeichnung des Abkommens mit Rosneft gesagt. „Der Verkauf unseres NNK-Anteils wird es LUKoil gestatten, sich auf diese Projekte zu konzentrieren und Investitionen zu optimieren“, fügte er hinzu.

    Seinerseits hob Rosneft-Chef Igor Setschin hervor, dass sein Konzern die Kooperation mit Venezuela konsequent ausbaut. „Venezuela verfügt über aussichtsreiche Ölressourcen. Unter Berücksichtigung der künftigen Senkung bei der Förderung von Schieferöl in den USA und Kanada wird venezolanischem Öl eine immer größere Bedeutung zukommen“, betonte Setschin.

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    Tags:
    TNK-BP, Surgutneftegaz, Gazprom Neft, Rosneft, Energieversorger PdVSA, Gemeinschaftsunternehmen PetroMiranda, Gazprom, NNK-Konsortium, LUKoil, Igor Setschin, Wagit Alekperow, Kanada, USA, Venezuela, Russland