20:51 19 Oktober 2018
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    Chinas Entwicklungsprojekt AIIB gewinnt Partner in Europa

    © AP Photo / Pablo Martinez Monsivais
    Wirtschaft
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    Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist bereit mit der von China ins Leben gerufenen Asian Infrastructure Investment Bank (AIIB) zusammenzuarbeiten, sagte IWF-Chefin Christine Lagarde. Da gebe es viel mehr Raum für eine Kooperation als für eine Rivalität, betonte sie.

    „Wir begrüßen die Gründung der Asiatischen Infrastruktur-Investitionsbank. Aus unserer Sicht hat China ausreichend Gründe, um eine solches multilaterales Finanzinstitut zu bauen“, äußerte Lagarde am Sonntag in Peking.

    Sie hätte es gerne, dass auch der IWF Geld für den Bau von Infrastrukturobjekten bereitstellen könnte, aber er habe andere Funktionen. „Deshalb möchten wir sehr gern mit der AIIB zusammenarbeiten“.

    Die AIIB war 2014 auf Initiative Chinas gegründet worden. Das Ziel der neuen Entwicklungsbank ist die Finanzierung von Infrastrukturobjekten im asiatisch-pazifischen Raum. Die Bank soll mit einem Grundkapital von 100 Milliarden US-Dollar ausgestattet werden. Bis jetzt sind der AIIB 27 Länder beigetreten. 20 davon gehören zur Region. In den zurückliegenden zwei Wochen hatten Großbritannien, Frankreich, Italien, die Schweiz, Luxemburg und Deutschland erklärt, bei der AIIB mitmachen zu wollen.

    Viele sehen in der AIIB einen potentiellen Rivalen für den IWF und die Weltbank, die eine US-amerikanisch und japanisch dominierte Einrichtung ist. Lagarde äußerte dazu, dass es zwischen diesen Strukturen und der neuen Bank viel mehr Raum für eine Kooperation als für eine Rivalität gebe.

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    Tags:
    IWF, Christine Lagarde, Deutschland, Luxemburg, Schweiz, Peking, Italien, Frankreich, Großbritannien, China