05:13 01 Dezember 2020
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    Der russischen Gasgigant Gazprom will sich von seinem 10,52-prozentigen Anteil am deutschen Energiekonzern Verbundnetz Gas (VNG) trennen. Das teilte das russische Unternehmen am Montag in Moskau mit.

    „Nachdem unser strategischer Partner – Wintershall Holding – aus dem Grundkapital VNG ausgestiegen war, werden wir unsere Beteiligung an VNG verkaufen. Bislang besaßen Gazprom und Wintershall Holding gemeinsam 26,31 Prozent der Anteile. Jetzt kann sich Gazprom nicht mehr an realer Verwaltung von VNG beteiligen“, hieß es in der Mitteilung.

    Der Verkauf der VNG-Aktien werde sich nicht negativ auf die Partnerbeziehungen von Gazprom mit VNG und Wintershall auswirken. Die russische Holding werde die Kooperation mit beiden Unternehmen weiter entwickeln.

    Wintershall war Ende 2014 mit dem Verkauf von 15,79 Prozent der Aktien von VNG an den Konzern EWE aus dem VNG-Kapital ausgestiegen. EWE hält derzeit 63,69 Prozent der Anteile an VNG, 10,52 Prozent der Aktien sind im Besitz von Gazprom-Tochter Gazprom Germania. Über die restlichen 25,79 Prozent verfügen einige Kommunalwirtschaften in Deutschland.

    EWE gilt als wahrscheinlicher Käufer des Gazprom-Germania-Anteils an VNG.

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    Tags:
    Gazprom, Gazprom Germania, Konzern EWE, Verbundnetz Gas Aktiengesellschaft (VNG), Wintershall, Deutschland, Russland