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09:25 20 September 2019
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    Russische Regierung berät zu BRICS-Reserven-Pool mit 100 Milliarden US-Dollar

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    Wirtschaft
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    Die Kommission für Gesetzentwürfe der russischen Regierung hat der Bildung eines Pools von Währungsreserven der BRICS-Staaten zugestimmt, wie das Kabinett auf seiner Webseite mitteilt.

    Ein Gesetzentwurf über die Ratifizierung des Vertrags über die Bildung des BRICS-Reserven-Pools für 100 Milliarden US-Dollar soll in einer Regierungssitzung erörtert werden. Das Dokument war vom Außen- und vom Finanzministerium eingebracht worden.

    Den Großteil des Reserven-Fonds – 41 Milliarden US-Dollar — soll China beisteuern. Es folgen Brasilien, Indien und Russland mit je 18 Milliarden sowie die Republik Südafrika mit fünf Milliarden US-Dollar. Der Pool wird von einem Gouverneursrat, einem ständigen Ausschuss und einem Koordinator – dem jeweiligen Vorsitzland der BRICS-Gruppe – verwaltet.

    „Die Verwendung des größten Teils der Ressourcen (in Höhe von 70 Prozent) im Rahmen des Landeslimits ist möglich, wenn der betreffende kreditnehmende Staat ein mit dem IWF abgestimmtes Stabilisierungsprogramm hat und die Verpflichtungen aus dem entsprechenden Abkommen erfüllt“, so die Webseite. 30 Prozent des Landeslimits könnten auch ohne ein solches Stabilisierungsprogramm verwendet werden, heißt es.

    Der Vertrag über die Bildung des Reserven-Pools war von den Zentralbanken und den Finanzministerien der BRICS-Länder nach einem Treffen der Staatengruppe am 18. Juni 2012 im mexikanischen Fortaleza ausgearbeitet worden.

    Wie der indische Publizist und Politologe Vinay Shukla in einem Interview mit RIA Novosti sagte, war die Entscheidung der Teilnehmer des BRICS-Gipfels in Fortaleza über die Bildung einer gemeinsamen Bank, darunter auch eines Währungsreserven-Pools, ein wahrhaft wichtiger Schritt. „Denn die BRICS-Länder sind faktisch erstmals ihren eigenen Weg gegangen und haben sich vom Weg der westlichen Länder mit ihrer Weltbank und ihrem Internationalen Währungsfonds abgekehrt“, so der Experte. Sollte der Gesetzentwurf über die Ratifizierung des Vertrags über die Bildung des Reserven-Pools angenommen werden, würde dies bedeuten, dass die Schwellenländer eine bedeutende Rolle in der internationalen Welt zu spielen begonnen haben, so Vinay Shukla.

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    Tags:
    BRICS, Vinay Shukla, Indien, Brasilien, Russland, China