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06:43 22 August 2019
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    Moskau: Keine Verlängerung des Gastransit-Vertrags mit Ukraine

    © AP Photo / Sergei Chuzavkov
    Wirtschaft
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    Moskau wird höchstwahrscheinlich den Gastransitvertrag mit der Ukraine nach dessen Ablauf 2019 nicht verlängern, wie der russische Energieminister Alexander Nowak am Montag in Berlin mitteilte.

    „Soeben hat Herr Miller (Chef des russischen Energiekonzerns Gazprom) davon gesprochen, dass der Transitvertrag mit der Ukraine nach 2019 nicht verlängert wird. Alle Bemühungen sind nun deshalb darauf gerichtet, den Bau der Gas-Transportinfrastruktur in die Türkei, nämlich an die türkisch-griechische Grenze, umzusetzen sowie die Lieferung auf dieser Route an die Abnehmer in Südost- und in Zentraleuropa zu sichern“, sagte Novak Journalisten auf die Frage, ob die Entscheidung über den Stopp des Gastransits endgültig sei.

    Der Vertrag sei bis Ende 2019 gültig, betonte Novak. „Der Bau der neuen Gas-Transportinfrastruktur ist unter anderem darauf gerichtet, die entstehenden Transitrisiken zu diversifizieren.“ Aus seiner Sicht ist die Frage des Verzichts auf  den Transit über die Ukraine so gut wie geschlossen. 
    Gazprom versorgt Europa und die Türkei mit 140 bis 160 Milliarden Kubikmetern Gas im Jahr. Zurzeit erfolgen die Gaslieferungen unter Umgehung der Ukraine durch die Nord-Stream-Pipeline über die Ostsee (Kapazität – 55 Milliarden Kubikmeter) und die Jamal-Europa-Pipeline (33 Milliarden Kubikmeter) über Weißrussland. Mindestens ein Drittel der für Europa bestimmten Gaslieferungen soll über die Türkei erfolgen.

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    Tags:
    Gazprom, Alexander Nowak, Weißrussland, Ukraine