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    Europa will in naher Zukunft mehr Gas aus Russland beziehen – MEA-Manager

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    Die EU-Länder sind an einer Steigerung der Gaslieferungen aus Russland und anderen Ländern interessiert, wie der Leiter des Russland-Programms der Internationalen Energieagentur (MEA), Marc-Antoine Eyl-Mazzega, am Dienstag in Paris beim „Öl- und Gasgipfel der GUS 2015“ sagte.

    Aus der mittelfristigen Perspektive gesehen, steige der Gasbedarf der Europäischen Union immer mehr, so der MEA-Manager. Dies sei durch mehrere Faktoren bedingt: das zu erwartende Wirtschaftswachstum in den EU-Ländern, die Außerbetriebnahme von mit Kohle und Kernenergie  betriebenen Kraftwerken sowie die Unfähigkeit Europas, den eigenen Energiebedarf zu decken.

    „Europa braucht mehr Gas, was eine Steigerung der Gaslieferungen aus Russland und anderen Ländern bedeutet“, so Eyl-Mazzega. Er ging dabei nicht auf nähere Kennzahlen und Prognosen ein.

    Der Gasexport von Gazprom ins Ausland (außer den ehemaligen Sowjetrepubliken) war im Jahr 2014 um neun Prozent auf 147 Milliarden Kubikmeter zurückgegangen. Im Jahr 2013 waren es 162,7 Milliarden.

    Wie der russische Energieminister Alexander Nowak mitgeteilt hatte, wird in diesem Jahr mit einer Steigerung des Gasexports um 15 Prozent auf 160 Milliarden Kubikmeter gerechnet.

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    Gazprom, EU, Alexander Nowak, Marc-Antoine Eyl-Mazzega, Paris, Russland