04:14 29 Oktober 2020
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    Kiew steigt aus einem ukrainisch-russischen Projekt zum Bau einer Kernbrennstofffabrik auf dem Territorium der Ukraine aus. Das kündigte der ukrainische Energieminister Wladimir Demtschischin Medienberichten zufolge am Mittwoch an.

    Zur Aufkündigung des gültigen Vertrags solle höchstwahrscheinlich ein Gesetz verabschiedet werden. Demtschischin zufolge weist das Dokument „gewisse Mängel“ auf. Zudem komme die andere Seite ihren Verpflichtung nicht nach, sagte der Minister.

    Ein Sprecher des russischen staatlichen Atomkonzerns Rosatom teilte in einem RIA-Novosti-Gespräch mit, dass Demtschischins Demarche nicht kommentiert wird. „Wir werden auf reale Handlungen (Kiews) reagieren“, sagte er.

    Der Vertrag über den Bau der Fabrik war 2011 vom ukrainischen Konzern Jadernoje Topliwo (Atombrennstoff) und dem russischen Brennstabhersteller TVEL unterzeichnet worden. Bislang hat TVEL seine Verpflichtungen zur Herstellung von Ausrüstung für den ersten Abschnitt des Werks in vollem Umfang erfüllt. Die Technik könne jederzeit ausgeliefert werden, nachdem die ukrainischen Partner Probleme der Finanzierung gelöst und die erforderliche Infrastruktur in Smolino gebaut habe, hieß es in Moskau.

    Am vergangenen Freitag hatte der ukrainische AKW-Betreiber Energoatom und das französische Unternehmen Areva einen Vertrag unterzeichnet. Demnach werden die Franzosen ukrainische Atomkraftwerke mit Kernbrennstoff beliefern.

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    Tags:
    Kernbrennstoff, AKW, Atomenergie, Energoatom, Rosatom, Areva, Konzern Jadernoje Topliwo, Brennstabhersteller TVEL, Wladimir Demtschischin, Russland, Ukraine