20:42 30 März 2020
SNA Radio
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    Von
    0 998
    Abonnieren

    Die Russland-Sanktionen sind ein zweischneidiges Schwert und schaden genauso der europäischen Wirtschaft, so die Teilnehmer eines „Matrjoschka-Gesprächs“, das vom Schweizer-Russischen Forum in Moskau organisiert wurde.

    Der Traum von einem globalen Markt hat durch die finanziellen, wirtschaftlichen und politischen Ereignisse der letzten Jahre einen dramatischen Rückschlag erlitten, hieß es dabei.

    „Die Diskussion wurde den Prozessen nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion  gewidmet, d.h. der darauffolgenden Öffnung Russlands der bereits weit fortgeschrittenen Globalisierung“, sagte die Exekutive-Präsidentin des Forums, Beatrice Lombard, im Interview mit Natalia Pavlova. „Vier Thesen tragen zur Globalisierung bei: freier Fluss von Ideen, von Wirtschaft, von Finanzen, von Menschen. Und sie stehen im Gegensatz zu den Sanktionen.“

    „Die Sanktionen gegen Russland sind nicht wirksam“, betonte sie. „Die Schweiz ist nicht ein Teil der antirussischen Sanktionen, sie ist aber auch kein Schauplatz, Sanktionen zu umgehen, weder von europäischer  noch von russischer Seite her. Der Schaden bei den Sanktionen ist auf beiden Seiten, die EU leidet ebenfalls darunter und ist stark betroffen. Für die Europäische Union war Russland immer ein wichtiger Handelspartner  und wird es auch sein. Wir können nur hoffen, dass das bald vorüber ist.“

    Nicht nur die wirtschaftlichen Beziehungen seien stark betroffen, das Vertrauen sei auch geschwunden, fügte Lombard hinzu.  „Das kann man nur durch einen Dialog auf der politischen Ebene aufrechterhalten.  Das dürfen wir von den Politikern erwarten, und wenn sie das nicht tun, dann müssen wir uns gegenüber der Politik durchsetzen.“

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Botschafter: Schweiz kooperiert weiter mit Russland - aber mit Ausnahmen
    Die Eurokrise bereitet der Schweiz Sorgen - Experte
    Trump telefoniert mit Putin: Gespräche über Ölmarkt vereinbart
    „Viele machen es durch und wissen es gar nicht“: Corona-„Überlebende“ aus Freiburg im Gespräch
    Tags:
    Sanktionen, EU, Beatrice Lombard, Schweiz, Moskau, Russland