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17:28 14 Oktober 2019
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    LetterOne veräußert bei RWE gekaufte Gasfelder in der Nordsee

    © AP Photo / Frank Augstein
    Wirtschaft
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    Der russische Konzern LetterOne der Milliardäre Michail Fridman und German Khan will die bei der RWE-Gastochter DEA AG gekauften Gasfelder in der Nordsee veräußern. Das meldete die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch unter Berufung auf Unternehmenskreise.

    LetterOne und RWE hatten Ende März einen Vertrag im Wert von 5,1 Milliarden Euro geschlossen. Beim Verkauf der Aktiva, der von der US-amerikanischen Bankengruppe Morgan Stanley begleitet wird, will LetterOne rund eine Milliarde US-Dollar Gewinn schlagen. LetterOne wollte die Angaben vorerst nicht kommentieren.

    Morgan Stanley dürfte den Verkauf der Aktiva demnächst offiziell bekannt geben. „Ich rechne damit, dass es mehrere Interessenten geben wird“, sagte ein Experte, der anonym bleiben wollte. Es handele sich um elf Blöcke, auf die bis zu fünf Prozent der Gasgewinnung in Großbritannien entfielen. Sie würden nicht im Paket, sondern einzeln angeboten, hieß es.

    Ende April hatte das britische Energieministerium erklärt, London werde die Förderlizenz für Felder des Konzerns DEA annullieren, wenn LetterOne nichts zur Änderung der Kontrolle unternehme. Damals gab das Energieministerium dem russischen Konzern sechs Monate Zeit, um die Eigentumsrechte zu übereignen.

    Anfang März hatten die britischen Behörden den Deal zwischen RWE und LetterOne aus Angst blockiert, dass russische Eigner mit Sanktionen belegt werden könnten. Derzeit stehen weder Friedman noch Khan auf westlichen Sanktionslisten.

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    Tags:
    Sanktionen, Morgan Stanley, DEA AG, LetterOne, RWE, German Khan, Michail Friedman, Russland, Nordsee, Großbritannien