05:28 26 Oktober 2020
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    Eine Verlängerung des Gasrabatts für die Ukraine wäre im Kontext der offenen antirussischen Politik Kiews ein merkwürdiger Schritt. Das sagte Franz Klinzewitsch, Mitglied des Verteidigungsausschusses der russischen Staatsduma, am Samstag vor der Presse in Moskau.

    Zuvor hatte Russlands Energieminister Alexander Nowak mitgeteilt, dass die Ukraine Russland ersucht hatte, den Preisnachlass für russisches Gas bis Jahresende gelten zu lassen. „Darüber hat die Regierung zu entscheiden. Dabei soll die Position Kiews mit berücksichtigt werden, das die Rückzahlung von Außenschulden eingefroren hatte“, sagte Nowak.

    Klinzewitsch zufolge sollte dabei auch etwas anderes mit berücksichtigt werden, und zwar die wüste antirussische Politik der Ukraine. „Aber nicht alle in Russland sind sich darüber im Klaren. Es sei daran erinnert, dass Kiew dieser Tage die militärtechnische Kooperation mit unserem Land offiziell eingestellt hat“, sagte der Parlamentarier.

    Für das zweite Quartal dieses Jahres gilt für die Ukraine ein Preisnachlass für russisches Gas in Höhe von 100 US-Dollar pro 1.000 Kubikmeter. Derzeit zahlt Kiew 248 Dollar pro 1.000 Kubikmeter.

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    Tags:
    Gaslieferung, Erdgas, Alexander Nowak, Franz Klinzewitsch, Russland, Ukraine