23:18 21 November 2019
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    Kapital als Druckmittel: Westen zog drei Billionen Dollar aus BRICS-Staaten ab

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    Wirtschaft
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    Die westlichen Staaten haben seit 2005 nach Angaben des russischen Sicherheitsrats mindestens drei Billionen US-Dollar aus den größten Schwellenländern Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika abgezogen. Sicherheitsratssekretär Nikolai Patruschew sieht die Kapitalabwanderung als Druckmittel.

    „Der Westen benutzt immer häufiger internationale Finanzinstitutionen als Druckmittel“, sagte Patruschew am Dienstag in Moskau bei einer Sicherheitsberatung mit Kollegen aus den BRICS-Staaten. „In den letzten zehn Jahren sind insgesamt mindestens 3,5 Billionen Dollar aus den BRICS-Wirtschaften abgewandert, davon mehr als die Hälfte in den letzten drei Jahren.“ Mit der Gründung ihrer neuen Entwicklungsbank würden die BRICS-Staaten, so Patruschew, einen wichtigen Schritt zu ihrer wirtschaftlichen Sicherheit tun.

    Nach Angaben des Internationale Währungsfonds (IWF) hat das gesamte Bruttoinlandsprodukt (BIP) der BRICS-Staaten 2013 rund 16 Billionen US-Dollar betragen. Auf China entfielen etwa 9,2 Billionen Dollar. Russland landete mit 2,1 Billionen Dollar auf Platz drei hinter Brasilien (2,2 Billionen Dollar) und vor Indien (1,9 Billionen Dollar). Die Wirtschaftsleistung Südafrikas betrug 350 Millionen Dollar.

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    Tags:
    BIP, Dollar, BRICS, Nikolai Patruschew, Südafrika, China, Indien, Russland, Brasilien