21:34 14 Dezember 2018
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    Stratfor sieht gute Perspektiven für Turkish Stream

    „Zwei Fliegen mit einer Klappe“: Stratfor sieht gute Perspektiven für Turkish Stream

    © AFP 2018 / Adem Altan
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    Turkish Stream (88)
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    Die Gazprom-Leitung hat klar zu verstehen gegeben, dass sie es mit dem Bau der Pipeline Turkish Stream eilig hat, schreibt Statfor. Laut einem Beitrag des privaten US-amerikanischen Think Tank, der auf Geopolitik, Sicherheit und Konflikte spezialisiert ist, will Gazprom bereits 2019 Gas an der Ukraine vorbei nach Europa bringen.

    Die italienische Energiegesellschaft Saipem und die deutsche Europipe seien bereits in das Projekt einbezogen, stellen Stratfor-Analysten fest.

    „Mit dem Bau des Unterwasser-Abschnitts der Pipeline soll bereits im Juni begonnen werden“, heißt es. „Gazprom hat europäische Länder über seine Absicht informiert, auf den Gasexport über die Ukraine zu verzichten und sich 2019 auf den Transit über den Turkish Stream umzustellen.“

    Die umfassende Umsetzung des Projekts Turkish Stream sei ein recht aufwendiger Prozess, dabei könnte Russland auf politische und finanzielle Schwierigkeiten stoßen, betont Stratfor. Dennoch wirkt Moskaus Herangehen wie „ein durchdachter und durchkalkulierter Bauplan, der potentielle Risiken berücksichtigt“. 

    Die Türkei, deren Nachfrage nach Gas sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt hat, sei einer der langfristig wichtigsten Märkte für Russland.

    Mit dem Turkish-Stream-Projekt schlage Moskau zwei Fliegen mit einer Klappe, wird im Beitrag betont. Wenn die europäischen Partner ihren Teil der Infrastruktur bauen, könnte Moskau gleich den Umfang der Gaslieferungen nach Europa steigern. Sonst werde Russland Gas an den sich stürmisch entwickelnden türkischen Markt liefern.

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    Erdgas, Türkischer Strom, Gazprom, Think Tank, Stratfor, USA, Russland, Türkei