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    Zeitung: IWF-Chefin Lagarde schließt Grexit nicht aus

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    Der Internationale Währungsfonds (IWF) schließt einen Ausstieg Athens aus dem Euroraum ausdrücklich nicht mehr aus. Aber niemand wünsche den Europäern einen „Grexit“, sagte die IWF-Chefin Christine Lagarde am Donnerstag in einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) am Rande des G7-Finanzministertreffens in Dresden.

    Die Verhandlungen seien kein Spaziergang, aber der IWF sei auch nicht naiv. „Es ist sehr unwahrscheinlich, dass wir in den nächsten Tagen eine umfassende Lösung erreichen werden“, sagte Lagarde. Nachdem es aus Athen vor zehn Tagen positive Signale gegeben habe, „waren wir in der vergangenen Woche dann wieder ernüchtert“. Es sei noch „ein weites Feld zu beackern“.

    „Angesichts des drohenden griechischen Staatsbankrotts schloss die Geschäftsführende Direktorin die Auszahlung weiterer Kredite des Fonds ohne den Abschluss einer sauberen Reformvereinbarung aus.“ „Lagarde machte deutlich, dass sie die Verantwortung für den Verbleib Griechenlands in der Währungsunion nicht beim IWF sieht. Wenn die Europäer eine in den kommenden Wochen drohende Staatspleite vermeiden wollten, müssten sie selbst Vorkehrungen treffen. Wenn die Voraussetzungen erfüllt seien, könnten die Euro-Staaten und die EZB den Griechen ‚ein wenig Luft zum Atmen geben‘“, schrieb die FAZ.

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    Tags:
    IWF, Europäische Zentralbank (EZB), G7, Christine Lagarde, Athen, Griechenland, Dresden