16:06 30 Oktober 2020
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    Der Generaldirektor des russischen Konzerns Rosatom, Sergej Kirijenko, hat Ägyptens Präsident Abdel Fattah as-Sisi bei einem Treffen am Montag ein Projekt zum Bau eines Atomkraftwerks in Ägypten vorgelegt. Wie die Präsidentenkanzlei in Kairo mitteilte, handelt es sich um das erste AKW im nordafrikanischen Land.

    Das Kraftwerk soll in der Region Dabaa an der Mittelmeerküste westlich der Hafenstadt Alexandria entstehen. Zuvor hatten Fachleute der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) bestätigt, das Dabaa allen internationalen Anforderungen gerecht und für den Bau eines Atomkraftwerks geeignet ist.

    Geplant sind vier Reaktorblöcke mit einer Leistung von je 1.200 Megawatt. Moskau erklärt sich bereit, Kairo einen Kredit für den Bau des Kraftwerks zu gewähren. Kirijenko zufolge wird das AKW mit einer Wasserentsalzungsanlage gekoppelt sein, was für Ägypten sehr aktuell sei. Zudem werde Russland Kernbrennstoff liefern und das ägyptische Personal schulen, hieß es.

    Im vergangenen Februar hatte der russische Präsident Wladimir Putin nach seinen Verhandlungen mit As-Sisi mitgeteilt, dass Russland in Ägypten nicht nur ein AKW bauen, sondern die Atomwirtschaft als Branche etablieren könnte.

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    Tags:
    IAEA (IAEO), Rosatom, Sergej Kirijenko, Abdel Fattah al-Sisi, Moskau, Russland, Ägypten