04:09 16 Dezember 2017
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    Moskau: Neue Direktpipeline nach Deutschland keine Konkurrenz zu Turkish Stream

    © Foto: Gazprom
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    Die neue Direktpipeline von Russland nach Deutschland, die der russische Staatskonzern Gazprom und seine europäischen Partner E.ON, Shell und OMV am Donnerstag angekündigt haben, macht nach Angaben des russischen Energieministeriums der geplanten Rohrleitung Turkish Stream von Russland via Türkei nach Südeuropa keinerlei Konkurrenz.

    „Diese Projekte hängen nicht voneinander ab und haben verschiedene Zielmärkte“, sagte Energieminister Alexander Nowak. Die beiden Projekte würden unabhängig voneinander umgesetzt werden.

    Gazprom, E.ON, Shell und OMV hatten am Donnerstag am Rande des Petersburger Wirtschaftsforum eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) über den Bau einer Gaspipeline von Russland durch die Ostsee nach Deutschland unterschrieben. Die Pipeline mit einer Jahresleistung von 55 Milliarden Kubikmetern soll parallel zu der seit Jahren betriebenen Rohrleitung Nord Stream verlaufen.

    Zudem beriet Gazprom-Chef Alexej Miller mit Jean-François Cirelli, einem Topmanager des europäischen Konzerns Engie (bis 2015 GDF Suez), über den Bau neuer Direktleitungen von Russland nach Westeuropa unter Umgehung der Transitländer.

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    Tags:
    Nord Stream, Türkischer Strom, Wirtschaftsforum in St. Petersburg 2015, GdF Suez, Engie, Gazprom, Energieministerium Russlands, OMV, Shell, E.ON, Jean-François Cirelli, Alexej Miller, Alexander Nowak, Ostsee, Türkei, Deutschland, Russland