14:48 17 Dezember 2017
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    OMV und Gazprom schmieden gemeinsame Pläne in Sibirien

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    Wirtschaft
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    Der Vorstand der OMV, Manfred Leitner, und Gazprom-Chef Alexej Miller haben am Donnerstag am Rande des Wirtschaftsforums in St. Petersburg eine Absichtserklärung unterzeichnet. Dieses Dokument stellt die Beteiligung österreichischer Unternehmen am Abbau des Urengoi-Gasfelds in Sibirien in Aussicht.

    Laut dem Dokument wird man auf Basis eines möglichen Tauschs von Unternehmensanteilen eine langfristige Perspektive der Teilnahme des österreichischen Konzerns OMV an der Ausbeutung der Blöcke IV und V der Achimow-Formation auf der Urengoj-Lagerstätte in Betracht ziehen.

    Über eine "weitreichende Zusammenarbeit" von Gazprom  mit seinem wichtigsten Partner in Österreich, OMV, berichtete unter Berufung auf gut informierte Kreise auch die österreichische Zeitung „Standard“: Die Kooperation soll neben dem Bau von Pipelines auch gemeinsame Projekte zur Gasgewinnung  in Russland beinhalten.

    Im Rahmen des Wirtschaftsforums gab es einen zweiseitigen Gedankenaustausch zum Zustand des Gasmarktes in Europa. Es wurde darauf hingewiesen, dass der Anteil der Importe, darunter auch aus Russland, im europäischen Energiehaushalt zunimmt. In diesem Zusammenhang betonte man die Notwendigkeit, neue Wege für die Gaslieferungen an europäische Verbraucher zu schaffen. Demnächst wollen Gazprom, sein deutscher Partner E.ON sowie Shell und das österreichische Gasunternehmen OMV eine neue direkte Gasleitung von Russland durch die Ostsee nach Deutschland bauen.

    „Die Annäherung zwischen OMV und Gazprom ist insofern brisant, als Russland (…) nach wie vor mit Sanktionen aus dem Westen belegt ist. Proteste aus Brüssel wegen des Vorstoßes der OMV dürften nicht ausbleiben“, schreibt der „Standard“.

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    Tags:
    Kooperation, Sanktionen, Erdgas, Wirtschaftsforum in St. Petersburg 2015, Shell, Gazprom, OMV, E.ON, Alexej Miller, Deutschland, Russland, Sibirien, Österreich, Ostsee
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