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01:24 22 September 2019
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    Syriza-Vizechef: Grexit wäre für Euro-Währungsunion sehr schmerzhaft

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    Wirtschaft
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    Als selbstmörderisch für Griechenland hat der stellvertretende Vorsitzende der griechischen Partei Syriza und Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaft, Stefanos Samoilis, die aktuelle Sparpolitik bewertet.

    Ein Ausstieg Griechenlands aus dem Euro wäre laut Samoilis für die europäische Währungsunion viel schmerzhafter als für jede einzelne Nation, sagte er in einem Interview für Sputniknews. Das bisherige europäische Wirtschaftsmodell, auf dessen Basis Griechenland gezwungen ist, Entscheidungen zu treffen, bezeichnete der Syriza-Politiker als irrational. Es sei verantwortlich dafür, dass viele Menschen an den Rand der Armut gebracht wurden und auch für die Diffusion des griechischen Sozialsystems, damit höhere Interessen profitieren könnten.

    Die gegenwärtigen Gespräche zwischen Europa und Griechenland werden entscheiden, ob dieser irrationale Kurs beibehalten wird, oder ob die griechische Regierung die Politik machen kann, für die sie gewählt worden ist. Laut Samoilis sei es die Pflicht von Syriza, andere Optionen zu prüfen, sollten die europäischen Partner auf diesem Kurs bestehen. Diese werden dann der griechischen Öffentlichkeit eröffnet, um darüber demokratisch zu entscheiden.

    Damit Griechenland ernsthaft zu Wachstum zurückkehren kann, muss das Schuldenproblem gelöst werden, erklärte der Wirtschaftspolitiker. Die Syriza-Regierung hätte in den vergangenen Monaten viele Zugeständnisse zugunsten der europäischen Partner gemacht. Samoilis ist mit einigen dieser Zugeständnisse, etwa den Beschluss über die Privatisierung der Flughäfen, nicht einverstanden.

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    Tags:
    Euro, EU, Syriza-Partei, Stefanos Samoilis, Griechenland