04:00 16 Dezember 2019
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    Gazprom schätzt Nord Stream-2 auf 9,9 Milliarden Euro

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    Wirtschaft
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    Für den Bau der Gasleitung Nord Stream-2 auf dem Grund der Ostsee sind nach Angaben von Gazprom-Vorstandschef Alexej Miller voraussichtlich 9,9 Milliarden Euro erforderlich. „Der dritte und der vierte Strang der Leitung sollen bis Ende 2019 in Betrieb gehen“, teilte der Topmanager des russischen Gasgiganten am Freitag in St. Petersburg mit.

    „Für den ersten und den zweiten Strang hatte Gazprom 8,5 Milliarden Euro ausgegeben. Im Budget der nächsten zwei Stränge sind gewisse Risiken mit kalkuliert worden“, sagte Miller in einem auf der Gazprom-Website abgedruckten Interview für die Agentur Reuters.

    „Dem vorläufigen Terminplan zufolge wird ein Aktionärsabkommen voraussichtlich im September dieses Jahres unterzeichnet. Zur gleichen Zeit soll auch ein Konsortium für die Umsetzung des Projekts ins Leben gerufen werden“, sagte Miller.

    Am Ausbau der Nord-Stream-Pipeline werden sich neben Gazprom die Konzerne E.ON, OMV und Shell beteiligen. Mit der Realisierung dieses Projekts will Russland seine Abhängigkeit von dem bislang wichtigsten Gastransitland Ukraine weiter minimieren. Nach dem Fertigbau der geplanten Leitung Turkish Stream wird die Ukraine ihre Bedeutung als Gastransiteur völlig verlieren.

    Gazprom hatte zuvor mehrmals erklärt, dass der mit Kiew geschlossene Gastransitvertrag, der 2019 ausläuft, nicht verlängert wird. Auch ein neuer Vertrag sei nicht geplant. Von 2020 an wird also kein Gas mehr via Ukraine in den Westen geleitet.

     

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    Nord Stream, Gazprom, Alexej Miller