06:25 25 Januar 2020
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    Die Griechenland-Krise schlägt nun auf die Konjunkturstimmung der Bundesbürger durch. Das Konsumklima geht leicht zurück. Für Juli prognostiziert der Gesamtindikator 10,1 Punkte nach 10,2 Zählern im Juni. Das geht aus der neuesten Mitteilung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zum Thema „Grexit-Gefahr dämpft Konjunkturerwartung“ hervor.

    „In der Juni-Erhebung sehen wir, das Konsumklima leicht zurückgegangen ist“, sagt Rolf Bürkl von der GfK im Gespräch mit Marina Piminowa. „Den entscheidenden Grund dafür sehe er darin, dass die Diskussionen um die Möglichkeit eines Ausscheidens Griechenlands aus der Euro-Zone  noch größer geworden sind, was die Verbraucher offenbar verunsichert und die Konjunkturaussichten der Konsumenten eingetrübt habe.“

    Erholung erst nach Griechenland-Lösung

    Wirtschaftskrise in Griechenland
    © REUTERS / Alkis Konstantinidis
    „Verbraucher können nicht mehr durchschauen, wie es mit Griechenland weitergeht“, so Bürkl weiter. Die Stimmung der Verbraucher könne sich wieder erholen – allerdings erst dann, wenn eine Entscheidung gefallen ist, egal in welche Richtung es geht. „Entscheidend für das Konsumverhalten ist, dass sie wieder Planungssicherheit für ihre Ausgaben bekommen“, meint der Experte. „Wenn ich zu wählen hätte, würde ich dafür plädieren, dass Griechenland im Euro verbleibt, also kein Grexit“, so Bürkl.

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    Tags:
    Grexit, Eurozone, Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), Rolf Bürkl, Griechenland, Deutschland