05:29 25 November 2020
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    Russland-Sanktionen (476)
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    Moskau plädiert für die weitere Zusammenarbeit mit westlichen Firmen, die trotz der Sanktionen den russischen Markt nicht verlassen haben, erklärte der russische Energieminister Alexander Nowak.

    „Wir sind für die Zusammenarbeit mit westlichen Firmen – die machen ja auch trotz der Sanktionen in Russland weiter“, sagte der russische Minister in einem Interview für das „Handelsblatt“.

    Nach seinen Worten setzen die großen westlichen Firmen (unter anderem Shell und BP) die wirtschaftliche Kooperation mit Russland fort, weil es sehr gewinnbringend für sie ist.

    „Wenn man den politischen Faktor außer Acht lässt, bietet Russland eben sehr gute Bedingungen. Für uns wäre am besten eine Konkurrenz zwischen russischen und ausländischen Firmen im Ölservicesektor“, sagte Nowak.

    Er betonte auch, dass Russland immer ein zuverlässiger Energielieferant für Europa war. Moskau verdoppelt jetzt die Ostsee-Pipeline und realisiert andere Öl-Projekte. Allerdings setzt Russland auch die Zusammenarbeit mit den östlichen Partnern (darunter China) fort.

    „Die Sanktionen nützen sogar unserer Industrie, weil wir jetzt voll auf den Ersatz von Importen setzen und so unsere Firmen auslasten. Und die heute modernen Technologien haben wir in den 1960er-Jahren in Russland entwickelt, aber nicht eingesetzt, weil wir bisher viel einfacher und billiger unser Öl und Gas fördern konnten“, unterstrich der russische Minister.

    Das Hauptproblem der Sanktionen sei der Finanzsektor, das Ausbleiben von Finanzierung. Was die Ausweitung der Sanktionen betraf, hat der Minister mit einem Scherz abgetan. “Wenn der Wolf Angst hat, darf er nicht in den Wald gehen”, sagte der russische Minister.

    „Wir beschäftigen uns derzeit nicht mit Politik, sondern mit unserer Wirtschaft. Das ist mein Job. Ich rede mit Firmen nicht über Politik, sondern über konkrete gemeinsame Projekte“, schlussfolgerte Nowak.

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    Sanktionen, Handelsblatt, EU, Alexander Nowak, China, Europa, Russland