04:04 11 August 2020
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    Die griechische Schuldenkrise und sinkende Ölpreise könnten Russland nach Expertenansicht eine weitere Abwertung des Rubels bescheren. „Diese beiden Faktoren werden sich negativ auf die russische Währung auswirken“, erklärte der Chef der russischen Bank VTB 24, Michail Sadornow, am Montag in einem Interview für den TV-Sender Rossija 24.

    Die griechische Krise entwerte die Währungen auch in zentraleuropäischen Ländern, darunter in Polen und Tschechien. Betroffen seien im Grunde genommen mehrere Währungen außerhalb der Euro-Zone.

    Der russische Ex-Finanzminister ist der Ansicht, dass Banken in Griechenland noch mindestens eine Woche geschlossen bleiben, bis das Land sich mit den größten Gläubigern wie der Europäischen Zentralbank (EZB) und der EU-Kommission geeinigt hat.

    Der Bankier erinnerte daran, dass die griechische Bevölkerung vor der Schließung der Banken bis zu drei Milliarden Euro täglich von ihren Konten abgehoben hatte. Er schließe nicht aus, dass das Geld auch ins Ausland transferiert werden könnte. „Deshalb sind Einschränkungen (für den Transfer von Kapital) erforderlich, das ist eine Voraussetzung für die Erlangung einer Einigung mit Kreditgebern“, sagte Sadornow.

     

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    Tags:
    Kredit, Schulden, EU, Europäische Zentralbank (EZB), Russland, Tschechien, Polen, Griechenland