12:41 31 März 2020
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    Russlands größter Ölkonzern Rosneft will 49 Prozent der Anteile an der Raffinerie Essar in Vadinar im Nordwesten Indiens übernehmen und das Werk im Laufe von zehn Jahren mit insgesamt 100 Millionen Tonnen Öl versorgen. Das sehen am Mittwoch in der baschkirischen Hauptstadt Ufa unterzeichnete Dokumente vor.

    Ihre Unterschriften unter die Abkommen setzten Rosneft-Chef Igor Setschin und der Begründer der Unternehmensgruppe Essar, Shashi Ruia. Der Deal war bei einem Besuch von Russlands Präsident Wladimir Putin 2014 in Indien vereinbart worden.

    Geplant ist, die Jahresleistung der Essar-Raffinerie von derzeit 20 Millionen auf 45 Millionen Tonnen Rohöl zum Jahr 2020 zu steigern. Zum Geschäft gehört auch ein Netz von 1.600 Tankstellen auf dem Territorium Indiens. Ihre Zahl soll in den nächsten zwei Jahren laut Plänen auf rund 5.000 wachsen.

    „Die Vereinbarungen haben einen strategischen Charakter“, sagte Rosneft-Chef Setschin. „Die Umsetzung der signierten Dokumente wird sich auf die ökonomische Kooperation zwischen Russland und Indien günstig auswirken“, sagte der Topmanager.

    Rosneft rechnet damit, dass juristische Dokumente über die Übereignung von 49 Prozent der Essar-Aktien im Laufe der nächsten zwei Monate zustande kommen. „Öl wird unmittelbar nach dem Einstieg von Rosneft als Essar-Aktionär geliefert“, versicherte Setschin.

     

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    Erdöl, Essar, Rosneft, Igor Setschin, Wladimir Putin, Indien, Russland