17:08 18 September 2020
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    Griechenland: Schuldenkrise und Austritt aus Eurozone (94)
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    Russlands Präsident Wladimir Putin zufolge hätte die EU-Kommission früher auf die Lage in Griechenland reagieren sollen. In dem Falle hätten sich weniger Ansprüche an Athen angehäuft.

    „Man kann natürlich alles auf die Griechen abwälzen“, sagte Putin am Freitag am Rande des Gipfels der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) in Ufa. „Wenn aber an denen so viel auszusetzen ist —  wo war dann die EU-Kommission bisher?“

    „Warum hatte sie nicht die Arbeit der früheren griechischen Regierungen korrigiert und warum hat sie derartige Boni und Kredite gewährt? Warum ließ sie eine derart niedrige Besteuerung in mehreren Wirtschaftsbranchen zu? Warum sind die Subventionen auf den Inseln so hoch?“

    Dies bedeute, dass die griechische Regierung nun etwas hat, worüber sie mit der EU-Kommission reden beziehungsweise streiten könne, so Putin.

    „Wenn eine starke Währung für eine ganze Reihe von Ländern mit unterschiedlichem Wirtschaftsniveau besteht, dann verliert das Land die Möglichkeit, seine Finanzen und die wirtschaftliche Situation durch den Währungsmechanismus zu regeln, und es hat keine Möglichkeit, den Euro abzuwerten – das ist nicht möglich“, konstatierte der Präsident. Unter den gegebenen Bedingungen verliere Griechenland die Möglichkeit, mehr Touristen zu gewinnen. Dies sei aber eine der wichtigsten griechischen Wirtschaftsbranchen. Russland hoffe darauf, dass baldigst eine Lösung für die griechische Schuldenkrise gefunden werde.

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    Tags:
    Währung, Tourismus, Kredit, Euro, SOZ-Gipfel in Ufa, EU-Kommission, SOZ, Wladimir Putin, Russland, Griechenland