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17:47 21 Oktober 2019
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    Mögliche Geldwäsche durch die Deutsche Bank in Russland: US-Finanzaufsicht ermittelt

    © AFP 2019 / Daniel Roland
    Wirtschaft
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    Die New Yorker Finanzaufsicht hat bei der Deutschen Bank AG Informationen angefragt, die den Skandal um mutmaßliche Geldwäsche bei der Moskauer Niederlassung beleuchten könnten. Damit soll der Umfang der zwielichtigen Geschäfte außerhalb der Moskauer Niederlassung eingeschätzt werden, wie die Agentur Bloomberg berichtet.

    Bei den angefragten Informationen handelt es sich laut Bloomberg um E-Mail-Nachrichten, Notizen, Kundenlisten und sonstige Unterlagen.

    Die Anfrage der New Yorker Finanzaufsicht bedeutet eine „tiefere Ermittlung“ der Tätigkeit der Deutschen Bank in Russland. Die Behörden wollen prüfen, ob die Mitarbeiter der Moskauer Niederlassung möglicherweise Transaktionen durchgeführt haben, um russischen Kunden zu helfen, die wirtschaftlichen Sanktionen zu umgehen, und ob die Deutsche Bank zu spät mit der internen Untersuchung begonnen habe.

    Zuvor hatte die Agentur berichtet, dass es sich um Transaktionen im Umfang von etwa sechs Milliarden US-Dollar aus den Jahren 2011 bis 2015 handele.

    Ende Mai hatte Bank-Sprecherin Anke Veil mitgeteilt, dass die Deutsche Bank von einer möglichen Geldwäsche durch die Moskauer Niederlassung wisse und eine interne Untersuchung eingeleitet habe. Damals sei „eine kleine“ Zahl von Händlern in Moskau beurlaubt worden.

    Bereits im Mai hatte „Manager Magazine Online“ unter Berufung auf Bank-Insider berichtet, dass Mitarbeiter der Bank in Moskau für Kunden Gelder aus zweifelhaften Quellen gewaschen hätten. Damals ging es um eine Summe, die in Euro umgerechnet mindestens hundert Millionen Euro betragen haben soll.

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    Tags:
    Geldwäsche, Sanktionen, Deutsche Bank, Bloomberg, Anke Veil, Deutschland, Russland