17:02 27 Oktober 2020
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    Russland-Sanktionen (476)
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    In Russland hat die Wiederbelebung der traditionellen russischen Industrie begonnen. Trotz der Sanktionen betreiben Deutschland und die Vereinigten Staaten weiterhin Wirtschaft mit Moskau. Es werden immer noch Siemens-Technik und US-High-Tech-Produkte an Russland exportiert, schreibt der japanische Journalist Nobuo Sugahara in „JB Press“.

    In Russland beginnt eine Wiederbelebung der traditionellen russischen Industrie, den westlichen Sanktionen zu trotz. Ein Beispiel dafür sei die im Mai präsentierte Industrie-Messe „Maschinen, Geräte und Werkzeuge für die Metallindustrie“ in Moskau, so der Journalist.

    Er berichtet, dass diese bereits traditionell abgehaltene Messe sich schnell entwickelt. Dazu gehört, dass die Zahl der Teilnehmer von 1.036 auf 1.200 gewachsen ist und russische Händler bereits mehr Geräte als ihre ausländischen Kollegen präsentierten.

    Darüber hinaus sei die Ausstellung ständig gut besucht gewesen: Die Zahl der Besucher sei dieses Mal um rund 30 Prozent höher gewesen. Dabei habe sich die Mehrzahl der Besucher, so der Journalist, für die russischen Pavillons interessiert.

    „Heute sind viele russische Unternehmen wieder in den Markt eingestiegen. Einige Unternehmen haben sich zusammengetan und beginnen neue Technik zu entwickeln“, berichtet er. Die gegen Russland verhängten Sanktionen haben „dem russischen Maschinenbau neues Leben eingehaucht", versichert Sugahara.

    Des Weiteren sei auch das Niveau der Entwicklungen im Bereich der Spitzentechnologien weiterhin hoch. Während der Industrieausstellung „Innoprom-2015“ in Jekaterinburg besuchte Nobuo Sugahara eine Fabrik für Titanverarbeitung sowie eine Ausstellung, die technologischen Reformen gewidmet war.

    „Auf der Messe gab es viele Stände, wo russische Maschinen vorgestellt wurden. Besonders viel Interesse hat das 2014 gegründete russische Projekt F.O.R.T. beim Publikum hervorgerufen. (…) F.O.R.T. produziert Werkzeugmaschinen in Lizenz von Unternehmen aus Taiwan, Südkorea und Australien“, schreibt der Journalist.

    Er betont, dass Deutschland und die Vereinigten Staaten trotz der Sanktionen gegen Russland weiterhin Wirtschaft mit Moskau betreiben. Nach Angaben von Sugahara, hat er beim Besuch mehrerer russischer Werke „neue, noch nicht ausgepackte Import-Technik“ gesehen.

    „Auf dem Etikett der Verpackung steht ,Siemens‘. Es scheint, dass zwischen Russland und Deutschland eine besondere Beziehung besteht. Doch auch die USA handeln in eigenem Interesse und exportieren auch weiterhin ihre High-Tech-Produkte nach Russland“, berichtet er.

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    Sanktionen, Industrieausstellung „Innoprom-2015, Siemens, Nobuo Sugahara, Deutschland, USA, Russland