15:00 19 Februar 2018
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    Crash als Lösung: „Euro liegt auf Intensivstation“– Deutscher Experte

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    Wirtschaft
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    Das bestehende EU-Finanzsystem wird künstlich am Leben erhalten und kann die Wirtschaftskrisen nicht lösen. Nur Crash kann helfen, meint Marc Friedrich. Als „überzeugter Europäer und Demokrat“, findet er das, was momentan passiere, „nicht das Europa, das er sich wünscht“.

    Seit der Erscheinung seines Buches „Crash ist die Lösung“ 2014 habe sich leider viel bewahrheitet, gesteht Marc Friedrich im Sputniknews-Interview mit Marina Piminowa und Pjotr Scharapow. Die Wirtschaftskrise, die die extremistischen politischen Kräfte an den Rändern befeuere, sei eine brandgefährliche Entwicklung für die Demokratie. „Wir haben ganz klar gemacht, dass Griechenland de facto bankrott ist, niemals im Zinskorsett der EZB wieder gesunden kann und sofort aus dem Euro ausscheiden müsste“, kommentiert Friedrich seine Prognose.

    Der Autor befürchtet, mit der bestehenden Politik sei der Crash die einzige Lösung. „Die Politik lernt nicht aus der Realität. Unser Finanzsystem hat eine mathematisch begrenzte Lebensdauer und die ist nachweislich 2008 abgelaufen. Seitdem versucht verzweifelt die Politik Hand in Hand mit der Notenbank und der Finanzbranche, das System künstlich am Leben zu erhalten. Wir können alles, aber nicht die Mathematik überlisten“, so Marc Friedrich.

    „Der Crash ist eigentlich schon da“

    Erst ein Crash kann ihm zufolge den notwendigen Wandel herbeiführen. Eigentlich ist dieser schon da, sagt Friedrich weiter: „Die Verhandlungen mit Griechenland haben gezeigt — es ist nicht das Europa, das ich mir wünsche. Der Crash ist eigentlich schon in vollem Gange“.

    Euro trotz Teenager-Alter auf Intensivstation

    Nachdem schon Billionen an Steuergeldern ins Feuer geworfen sind, habe kein Politiker jetzt die Courage, zu sagen, man solle lieber zur nationalen Währung zurückrudern. „Deswegen versucht man bis zum bitteren teuren Ende, am Euro festzuhalten, wobei der Euro jetzt schon gescheitert ist. Der  Euro ist zwar jetzt noch im Teenager-Alter, liegt aber seit 2008 eigentlich auf Intensivstation und wird mit massiven Geldpaketen künstlich am Leben erhalten“, meint der Experte.

    Schluss mit Währungsexperimenten

    Währungsunionen haben noch nie funktioniert, fügt Friedrich hinzu. Die lateinische Münzunion, die letzte auf dem europäischen Kontinent, hat auch keinen Wohlstand gebracht. Aus diesem Grund sollte man nicht an einem politischen Währungsexperiment mit dem Euro festhalten. Eine Alternative sieht der Buchautor darin, aus dem Euro auszutreten, Schuldenerlass auf breiter Front zu geben und klarzumachen, das System sei am Ende.

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    Tags:
    Währung, Wirtschaftskrise, Euro, Europäische Zentralbank (EZB), Marc Friedrich, Griechenland
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