15:59 01 Oktober 2020
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    Russland wird den mit der Ukraine geschlossenen Gastransitvertrag nach 2019 zu ungünstigen Konditionen nicht verlängern, erklärte der russische Regierungschef Dmitri Medwedew.

    „Prognosen, besonderes in Bezug auf Perspektiven des ukrainischen Transits, sind bekanntlich eine komplizierte Sache. Eins liegt aber klar auf der Hand, dass wir den Transitvertrag mit Kiew nicht verlängern werden, sollten die Vertragsbedingungen für uns ungünstig werden“, sagte der Premier in einem Interview für die slowenische Zeitung DELO im Vorfeld seines Slowenien-Besuchs, der am Sonntag beginnt.

    Die von Kiew festgelegte Durchleitungsgebühr für russisches Gas nach Europa beträgt derzeit 2,7 US-Dollar pro 1.000 Ncbm und 100 Kilometer. Die Ukraine will den Satz auf fünf Dollar anheben. Präsident Petro Poroschenko hatte mehrmals erklärt, dass der Gastransitvertrag mit Russland auch nach 2019 prolongiert wird, „weil es zur ukrainischen Route keine Alternative gibt“.

    Medwedew zufolge läuft der Transitvertrag um 10.00 am 1. Januar 2020 ab. „Wenn er nicht verlängert wird, werden wir keine rechtliche Grundlage für weitere Gaslieferungen via Ukraine mehr haben“, sagte der russische Premier.

    Der Vorstandschef des russischen Gasmonopolisten Gazprom, Alexej Miller, hatte Ende Juni erklärt, dass ein Gastransitabkommen im Prinzip auch nach 2019 möglich wäre. „Aber dieser Vertrag kann nicht zu den für Russland ungünstigen Konditionen abgeschlossen werden. Die von Kiew gestellten Bedingungen sind aber unannehmbar.“

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    Tags:
    Gazprom, Alexej Miller, Dmitri Medwedew, Russland, Slowenien, Ukraine