21:56 20 September 2017
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    Schwedens Export leidet unter Russland-Sanktionen - Zeitung

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    Wirtschaft
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    Russlands Antwort auf Sanktionen des Westens (173)
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    Der Sinn der europäischen Sanktionen besteht darin, auf Russland Druck auszuüben und den Präsidenten Wladimir Putin zu zwingen, die Einstellung des Kriegs in der Ukraine zu fördern. Doch jetzt haben die Sanktionen zu einigen anderen Auswirkungen geführt, schreibt „Svenska Dagbladet“.

    Eine Nebenwirkung wurde die Verringerung des Gewinns von Logistikunternehmen, die sich mit Schiffsfrachten befassen.

    In unterschiedlichen Zweigen sind mehrere wichtige Ereignisse hervorzuheben:

    Nahrungsmittel

    Der Export von schwedischen Nahrungsmitteln, Getränken und Tabak nach Russland hat um 45 Prozent abgenommen, von 194 Millionen Kronen im ersten Quartal 2014 ist er bis auf 107 Millionen Kronen im ersten Quartal 2015 gesunken.

    Zum Beispiel hat das Milchindustrie-Unternehmen Arla seit Verhängung der Sanktionen bereits mehr als eine Milliarde Kronen eingebüßt.

    Banken

    Für die Banken ist die Situation mit Russland ein stetiges Erörterungsthema bei Nordea, Swedbank und SEB

    Einstellung der Erdölförderung in der Arktis

    Im Rahmen der Sanktionen ist den westlichen Unternehmen die Erdölförderung in der Arktis und in Russland untersagt. Infolgedessen haben Exxon und Gazprom die gemeinsame Erschließung des Vorkommens bei Nowaja Semlja eingestellt.

    Gestern erklärte die russische Regierung, dass die Gasproduktion im Jahr 2015  etwa 414 Milliarden Kubikmeter erreichen werde. Im ersten Halbjahr 2015 hatte das Volumen der Gasförderung um 6 Prozent abgenommen, und es wird erwartet, dass Gazprom einen negativen Rekord aufstellen wird.

    Mehr Bürokratie

    Die schwedischen Unternehmen, zum Beispiel Atlas Copco und Sandvik, sind in bestimmten Fällen genötigt, um eine Exporterlaubnis zu ersuchen, um Geschäfte in Russland machen zu können, was den Umfang der Verwaltungsarbeit erhöht.

    Das Kommerz-Kollegium, eine Behörde, die für den Außenhandel zuständig ist, hat herausgefunden, dass 89 Unternehmen um eine solche Genehmigung gebeten haben.

    Das schwedische Exportvolumen nach Russland  ist von 5,2 Milliarden Kronen im ersten Quartal 2014 bis auf 3,7 Milliarden Kronen im selben Zeitraum des Jahres 2015 gesunken.

    Die von SvD befragten Experten meinen, dass die Ursache hierfür nicht nur die Sanktionen, sondern auch die gesunkenen Ölpreise und die Verschlechterung der Wirtschaftssituation in Russland seien.

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    Tags:
    Sanktionen, SvD, Gazprom, Exxon Mobil, Arktis, Schweden, Russland
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