20:43 26 Oktober 2020
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    Wieder direkte Fährverbindung zwischen Sewastopol und der Türkei

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    Die Schwarzmeer-Halbinsel Krim hat eine Fährverbindung mit der Türkei wiederaufgenommen, wie das Departement für vorrangige Projekte bei der Stadtverwaltung von Sewastopol mitteilte.

    Das Motorschiff „Warjag“ des Schiffsbetreibers Sevastopol Shipping kursiert von nun an zwischen den Häfen Sewastopol und Zonguldak (Türkei). Momentan ist dies die einzige direkte Fährverbindung mit Einsatz eines RoRo-Schiffes zwischen der Krim und der Türkei.

    Laut Vertretern von Sevastopol Shipping werden über diese Fährschiffstrecke Baustoffe, Obst und Gemüse sowie Konsumwaren auf die Krim importiert werden.

    Gegen die Krim wurde eine Reihe von Sanktionen verhängt. Insbesondere dürfen Schiffe aus den Ländern, die sich den Sanktionen gegen Russland angeschlossen haben, nur im Notfall in die Krim-Häfen einlaufen.

    Zuvor hatte die EU die Türkei, die eine derartige Politik abgelehnt hatte, aufgerufen, die „Einheit der Sanktionen“ nicht zu untergraben.

    Die Verhandlungen zwischen der Türkei und der EU über den Beitritt zu diesem Staatenbund dauern bereits zehn Jahre an. Dennoch bremsen die Zypern-Frage sowie der Protest einiger EU-Staaten gegen die Mitgliedschaft der Türkei diesen Prozess.

    RoRo-Schiffe (Roll on Roll off) sind Schiffe, die bewegliche Güter im RoRo-Verfahren transportieren. Dies bedeutet im Unterschied zum LoLo-Verfahren, dass die Ladung auf das Schiff gefahren wird.

    Dabei handelt es sich meist um eine Kombination aus Fahrzeugen wie Pkw oder Lkw oder auch Zügen, die selbst an Bord der Schiffe fahren können, und standardisierte Ladeeinheiten und Wechselbrücken, die durch spezielle Zugmaschinen an Bord gestaut werden.

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    Tags:
    Sanktionen, Fährverbindung, EU, Russland, Zonguldak, Sewastopol, Türkei, Krim