14:11 10 Dezember 2019
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    Kiew: Russland kann momentan nicht auf Gastransport über Ukraine verzichten

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    Eine Weigerung Russlands, sein Gas durch ukrainisches Gasleitungssystem zu transportieren, ist momentan nicht realisierbar, wie am Freitag aus dem ukrainischen Energieministerium verlautete.

    Zuvor hatte der russische Energieminister Alexander Nowak mehrmals geäußert, dass ab 2019 kein russisches Gas mehr durch die Ukraine nach Europa fließen werde. Der Chef des russischen Energiekonzerns Gazprom, Alexej Miller, hatte auch über die Kündigung der Gastransitverträge mit der Ukraine gesprochen. Ihm zufolge müsse Europa eine neue Infrastruktur aufbauen und das Gas über die geplante Pipeline Turkish Stream beziehen.    

    „Wir haben diese Variante detailliert besprochen, wir denken, dass es unmöglich ist“,  sagte der Leiter der Eurointegrationsverwaltung des ukrainischen Energieministeriums, Mihail Bno-Ajrijan, in einem Interview mit dem parlamentarischen Fernsehsender Rada

    "Nehmen wir Turkish Stream, den sie als eine Alternative nennen. Man hat mit den Bauarbeiten noch gar nicht begonnen, faktisch wurde noch nichts gemacht, von dem Projekt gibt es noch gar nichts, nur der Erklärungen. South Stream ist indessen faktisch pleite", äußerte Bno-Ajrijan.

    Dem Vertreter des Ministeriums zufolge sei die ukrainische Richtung für die russische Seite geschäftlich gesehen am meisten vorteilhaft.

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    Tags:
    Gastransit, Türkischer Strom, Erdgas, Gazprom, Energieministerium der Ukraine, Mihail Bno-Ajrijan, Alexej Miller, Alexander Nowak, Ukraine, Russland