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    WikiLeaks-Gründer Julian Assange

    Mit TTIP soll die US-Vormacht gesichert werden - Julian Assange

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    Streit um TTIP (78)
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    Das geplante Freihandelsabkommen TTIP ist ein Versuch der USA, eine Festung zu errichten, die ihre Vormachtstellung schützen soll, wie der WikiLeaks-Gründer Julian Assange in einem Interview für den „Spiegel“ erklärte.

    Zuvor hatte WikiLeaks den umstrittenen transatlantischen Freihandelspakt als eine Verschwörung kritisiert: Obwohl das geplante Abkommen der USA mit der EU 1,6 Milliarden Menschen tangiert, werden seine Details vor der Öffentlichkeit geheim gehalten.

    Deshalb hatte die Enthüllungsplattform am Dienstag auf ihrer Webseite eine Spendenkampagne begonnen, um 100.000 Euro Belohnung für geheime Informationen über TTIP zu sammeln. Gespendet haben auch viele Prominente, darunter Griechenlands Ex-Minister Yanis Varoufakis und Vivienne Westwood. Mit der Kampagne will WikiLeaks mehr Transparenz schaffen und das „Geheimnis, hinter dem alle her sind“, lüften.

    Nun erklärte der WikiLeaks-Sprecher Julian Assange in einem kurzem Gespräch mit dem „Spiegel“ seine Sicht der Dinge: Das geplante Freihandelsabkommen TTIP sei ein Versuch der USA, die geopolitischen Machtverhältnisse zu verschieben.

    „Die Abkommen folgen einem groß angelegten strategischen und ideologischen Ansatz, der eine neue ökonomische und rechtliche Aufteilung der Welt schaffen soll, in dessen Zentrum die USA und ihre Verbündeten stehen", sagte er.

    Er fügte hinzu, dass die USA damit versuchen, eine Festung zu bauen, um ihre Vormachtstellung zu sichern.

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    Tags:
    Geopolitik, TTIP, WikiLeaks, Vivienne Westwood, Julian Assange, Yanis Varoufakis, USA, Europa