13:41 21 November 2018
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    Sukhoi Superjet 100

    Wegen Sanktionen: Russland sorgt sich um Zulieferteile für Superjet 100

    © Foto : Wikipedia/Katsuhiko Tokunaga
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    Die Sukhoi-Zivilflugzeuge, eine Tochter der Vereinigten Flugzeugbaukorporation, die Maschinen Sukhoi SuperJet 100 produziert, hat mögliche Unterbrechungen in der Lieferung von ausländischen Komponenten wegen Russland-Sanktionen gemeldet, wie in einem Abschlussbericht der Firma nach dem 2. Quartal 2015 steht.

    Im Bericht wird auf Risiken seitens einer Reihe von Lieferanten hingewiesen. Unter anderem hat das französische Unternehmen Thales Avionics SAS vom Dezember 2014 bis Juli 2015 die Lieferungen von Zählern der Flugführungssysteme wegen des Dual-Use-Codes in der Software ausgesetzt. Dabei wurden zwei Blöcke ohne die Software geliefert, die zusätzlich installiert werden musste. Das Problem konnte erst im August gelöst werden, nachdem Thales Avionics SAS Software ohne den Dual-Use-Code entwickelt hatte.

    Ferner kann laut dem Dokument die US-amerikanische Firma Parker, die Druckölanlagen liefert, die  Sukhoi-Zivilflugzeuge verpflichten, das Zertifikat des Endverbrauchers zu unterschreiben, das der Holding verbieten würde, ihre Erzeugnisse an die Krim oder an Öl-und Gasunternehmen zu verkaufen.

    Mit anderen Partnern dürften laut dem Bericht der Sukhoi-Zivilflugzeuge keine weiteren Probleme entstehen. Im laufenden Jahr machte der Anteil an importierten Komponenten in den Lieferungen 83,59 Prozent aus, während es im vorigen Jahr 50,83 Prozent bei dem durchschnittlichen Anteil an ausländischen Komponenten in der SSJ-Maschine von 40 Prozent waren.

    In der Holding führte man den Zahlenunterschied auf den Komponenten-Lieferplan zurück und betonte, dass man derzeit versuche, den Anteil an ausländischen Komponenten im Rahmen des Importersatz-Programms zu reduzieren.

    Die Maschine Sukhoi Superjet 100, die von der Holding Sukhoi-Zivilflugzeuge gebaut wird, kann 75 bis 95 Fluggäste aufnehmen und Strecken bis zu 4550 Kilometern zurücklegen. Die Produktionskapazitäten der Vereinigten Flugzeugbaukorporation erlauben es, bis zu 60 SSJ-100-Maschinen im Jahr zu bauen.

    Ihren Jungfernflug hat die Sukhoi Superjet 100 im Mai 2008 absolviert. Bis heute wurden insgesamt 197 Aufträge für den Bau dieser Zivilmaschinen gestellt, 49 Flugzeuge wurden bereits an den Auftraggeber geliefert. Der größte Abnehmer für die SSJ-100 ist die russische Fluggesellschaft Aeroflot.

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