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17:37 15 Oktober 2019
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    Deutscher Bauernverband: Preise für Agrarprodukte wegen Embargo massiv eingebrochen

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    Wirtschaft
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    Russlands Antwort auf Sanktionen des Westens (174)
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    Die russischen Gegensanktionen haben zu einer allgemeinen Preissenkung bei Agrarprodukten in Deutschland geführt, wie am Dienstag der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, bei einer Pressekonferenz in Berlin sagte.

    „Die Preise sind massiv eingebrochen und zwar in allen Sektoren. Ursächlich hier sind (…) insbesondere  die Auswirkungen des russischen Embargos. Unsere Exporte nach Russland haben sich schlichtweg halbiert, was zu einem massiven Einbruch bei der Wertschöpfung führt“, sagte Rukwied.

    Der Verbandschef hält die Situation in der Landwirtschaft für „mehr als anstrengend“.

    Russland hatte im August 2014 – als Antwort auf westliche Sanktionen – die Einfuhr diverser Lebensmittel aus der EU, Norwegen, den USA, Kanada und Australien verboten. Betroffen sind in erster Linie Fleisch, Wurst, Fisch, Obst, Gemüse und Milchprodukte. 

    Am 25. Juni dieses Jahres beschloss die russische Regierung, ihre Lebensmittelsanktionen um ein Jahr – bis zum 5. August 2016 – zu verlängern. Das sei eine Antwort auf die Entscheidung der EU, ihre Russland-Sanktionen bis zum 31. Januar 2016 zu prolongieren, hieß es in Moskau.

    Letzte Woche hat der russische Premierminister Dmitri Medwedew eine Anordnung über die Erweiterung des russischen Lebensmittelembargos auf fünf Länder unterschrieben.Das Lebensmittel-Einfuhrverbot gilt nunmehr auch für Albanien, Montenegro, Island, Liechtenstein und die Ukraine, falls Letztgenannte den wirtschaftlichen Teil der Assoziierung mit der EU akzeptieren sollte.

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    Agrarwirtschaft, Embargo, Deutscher Bauernverband, Joachim Rukwied, Deutschland, Berlin